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    Tarifrunde ÖD 2020

    Dienstag und Mittwoch Streiks! ver.di fordert: Nach dem Applaus spürbare Verbesserungen im Gesundheitswesen

    28.09.2020
    Rabatz für gute Pflege. Bremen, 21. Juni 2017 Matthias Klump ver.di fordert: Nach dem Applaus spürbare Verbesserungen im Gesundheitswesen


    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten in mehr als 20 niedersächsischen und bremischen Krankenhäusern sowie Altenpflegeeinrichtungen für Dienstag und Mittwoch (29. und 30. September) im Rahmen der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes zum Streik auf. In zahlreichen weiteren Krankenhäusern und Einrichtungen finden ebenfalls Aktionen statt. Von Streiks betroffen sind unter anderen die Krankenhäuser des Klinikums Region Hannover, des kommunalen Klinikverbundes in Bremen Geno und die Krankenhäuser Lüneburg und Wolfsburg sowie die Psychiatrie in Lüneburg.

    „Gerade noch wurde den Beschäftigten für ihre Leistung in der Corona-Pandemie applaudiert. Doch in den Tarifverhandlungen wollen die Arbeitgeber nun von Anerkennung nichts mehr wissen“, kritisiert David Matrai von ver.di Niedersachsen-Bremen. Deshalb machen die Beschäftigten von Kliniken und Gesundheitseinrichtungen am Mittwoch bundesweit Druck für ihre Tarifforderungen.

    ver.di fordert für alle 2,3 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen eine Lohnerhöhung von 4,8 Prozent, mindestens 150 Euro und die Anhebung der Azubi-Vergütung um 100 Euro. Außerdem erwarten die Beschäftigten Entlastung durch zusätzliche freie Tage und die Angleichung der Arbeitszeiten im Osten an das westdeutsche Niveau. „Die Erwartungen der Beschäftigten im Gesundheitswesen sind hoch, schließlich haben sie in den letzten Monaten unter Einsatz ihrer Gesundheit gezeigt, dass sie systemrelevant sind“, so Matrai.

    Für das Gesundheitswesen führen die Tarifparteien gesonderte Gespräche für gezielte Verbesserungen. ver.di erwartet unter anderem eine Pflegezulage von 300 Euro, eine bessere Bezahlung im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die Begrenzung der Arbeitszeit im Rettungsdienst auf 45 Stunden pro Woche. Zudem sollen künftig auch im Gesundheitswesen die Pausen in Wechselschicht auf die Arbeitszeit angerechnet und der Samstagszuschlag auf 20 Euro erhöht werden. »Diese Verbesserungen sind dringend nötig, um die Berufe im Gesundheitswesen attraktiv zu machen«, erklärt David Matrai, nur so könnte Personal im Gesundheitswesen gehalten und gewonnen werden.

    Zeitgleich mit den Tarifaktionen kommen in Berlin die Gesundheitsminister*innen des Bundes und der Länder zusammen. Sie sind die Adressaten einer Foto-Petition, in der sich tausende Krankenhausbeschäftigte für gute Rahmenbedingungen einsetzen. Die Petition wird Bundesminister Jens Spahn (CDU) und seinen Länderkolleg*innen übergeben.

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