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    1.200 Bankangestellte streiken in Hannover, Braunschweig und …

    1.200 Bankangestellte streiken in Hannover, Braunschweig und Bremen

    18.06.2019

    Am 18. Juni legten in Niedersachsen und Bremen 1200 Bankangestellte die Arbeit nieder. Sie folgten dem Aufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zu einem ganztägigen Warnstreik.

    Bereits zum dritten Mal waren Beschäftigte im Bankgewerbe aus den Regionen Hannover, Bremen und Braunschweig zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Betroffen waren die Bremer Sparkasse, Commerzbank, Deutsche Bank, ING, LBS-Nord, NBank, NORD/LB und Unicredit.

    Insgesamt 45 Bankfilialen von NORD/LB, Deutsche Bank, Commerzbank und Bremer Sparkasse blieben geschlossen.

    Auslöser des Streiks ist die anhaltende Blockadehaltung der Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen. Trotz Warnstreiks hatten die Arbeitgeber auch in der 4. Verhandlungsrunde kein ernst zu nehmendes  Angebot vorgelegt. Sie boten eine Gehaltserhöhung von durchschnittlich 1,1 Prozent für die Jahre 2019, 2020 und 2021 an und lehnten alle weiteren Forderungen von ver.di ab.

    Ver.di fordert für die bundesweit ca. 200.000 Beschäftigten eine Gehaltserhöhung von 6 Prozent.

    „Wir haben heute, am nun schon 3. Streiktag, gezeigt, dass wir weiter zulegen können. Die Bankangestellten haben kein Verständnis dafür, dass die Arbeitgeber sich nicht bewegen,“ sagte Jörg Reinbrecht, Landesfachbereichsleiter Finanzdienstleistungen für Niedersachsen und Bremen. „Wir sind schon fast ein halbes Jahr ohne Tarifvertrag. Die Beschäftigten werden von ihren Arbeitgebern nicht wertschätzend behandelt,“ so Reinbrecht weiter.

    In den letzten 10 Jahren ist die Gehaltsentwicklung im Bankgewerbe deutlich hinter der allgemeinen Tarifentwicklung zurückgeblieben. Es gibt deshalb erheblichen Nachholbedarf für Bankangestellte. „Die Beschäftigten sind nicht bereit weitere Reallohnverluste zu akzeptieren“, betonte Reinbrecht. 

    Der bisherige Gehaltstarifvertrag war bereits zum 31. Januar 2019 ausgelaufen. 

    Die fünfte Verhandlungsrunde findet am 3. Juli statt.

    Sollte es auch hier zu keiner Einigung rechnen ist kurzfristig mit weiteren Streiks im Bankgewerbe zu rechnen.

     

    Rückfragen:
    Landesfachbereichsleiter Jörg Reinbrecht, 0175-2226390

     

    Pressekontakt

    Matthias Büschking
    Pressesprecher

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