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    Finanzdienstleistungen

    Streiks in den privaten und öffentlichen Banken werden am Dienstag fortgesetzt

    04.07.2016

    Am Dienstag, den 5. Juli 2016, ruft die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten der privaten und öffentlichen Banken in Niedersachsen und Bremen zum Streik auf. Betroffen sind die Commerzbank, Deutsche Bank, Deutsche Hypothekenbank, LBS-Nord, NBank, NORD/LB, und UniCredit in der Region Hannover und den Landkreisen Hameln, Hildesheim und Celle sowie in der Region Braunschweig die NORD/LB, Deutsche Bank, und Commerzbank. In Bremen sind die Beschäftigten der Bremer Landesbank, der Sparkasse Bremen, Commerzbank, Deutsche Bank, Bremer Kreditbank und Bankhaus Neelmeyer.
     
    Die dritte Verhandlungsrunde für die rund 230.000 Beschäftigten des privaten und öffentlichen Bankgewerbes ist ohne Ergebnis vertagt worden. Ein Angebot der Arbeitgeber, das über eine Laufzeit von 36 Monaten bei fünf Nullmonaten umgerechnet nur minimale Lohnsteigerungen von 0,85 Prozent pro Jahr vorsah, wies die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di als „Mogelpackung“ zurück. Die Verhandlungen sollen nun am 12. Juli 2016 in Wiesbaden fortgesetzt werden.
     
    In zahlreichen Branchen hätten sich die Beschäftigten im ersten Halbjahr ordentliche tarifvertragliche Gehaltssteigerungen gesichert. Auch für die Mehrheit der Beschäftigten in der Kreditwirtschaft gebe es Tarifabschlüsse, zum Teil mit Gehaltssteigerungen von deutlich mehr als zwei Prozent. „Nur die Beschäftigten der privaten und öffentlichen Banken sollen von dieser allgemeinen Gehaltsentwicklung abgekoppelt werden. Das ist respektlos gegenüber Beschäftigten, die in herausfordernden Zeiten einen klasse Job machen“, betonte Markus Westermann, Fachbereichsleiter für den Bereich Finanzdienstleistungen in Niedersachsen-Bremen.

    „Die Warnstreiks der letzten Wochen haben eine erste Wirkung gezeigt. Wir werden diese in den nächsten Tagen ausweiten“, so Westermann weiter. ver.di forderte 4,9 Prozent mehr Gehalt. Das Ergebnis soll auch für Beschäftigte mit außertariflicher Bezahlung übernommen werden. Für die Auszubildenden fordert ver.di neben einer Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 80 Euro auch eine Übernahmegarantie im Anschluss an den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung.
     
    Kontakt vor Ort:
    Markus Westermann, Landesfachbereichsleiter Niedersachsen-Bremen wird am Dienstag in Braunschweig sein, Tel. 0175-9387756
    Steffen Moldt – Gewerkschaftssekretär in Hannover, 0151/22038850
    Susanne Hylla Gewerkschaftssekretärin in Bremen, 0151/41855387