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    Gewalt gegen Öffentliche Beschäftigte: ver.di fordert Angebote …

    Pflegekammer Niedersachsen

    Gewalt gegen Öffentliche Beschäftigte: ver.di fordert Angebote – und hilft selber

    19.02.2020

    Zum bundesweiten Startschuss der DGB-Kampagne „Vergiss nie: Hier arbeitet ein Mensch“ geht auch die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in Niedersachsen beim Thema Gewalt gegen Öffentliche Beschäftigte in die Offensive. ver.di-Landesleiter Detlef Ahting: „Es darf nicht sein, dass Beschäftigte in Ausübung ihres nicht immer leichten Dienstes Angst um Leib und Leben haben müssen.“ ver.di fordert von der Landesregierung konkrete Verbesserung – und reagiert selbst: Das Bildungswerk ver.di legt eine Reihe von Bildungsangeboten als Schutzkonzept für von Gewalt Betroffenen auf.

    Zentrale Forderungen von ver.di an die Landesregierung ist die Einrichtung eines Landesbeauftragten „Schutz für Öffentliche Beschäftigte“ und einer dort angesiedelten Meldestelle für Vorfälle in diesem Bereich. Außerdem müssten ausreichend Mittel für Weiterbildungen zum Umgang mit bedrohlichen oder gewalttätigen Bürger*innen bereitgestellt werden. „Die Kolleginnen und Kollegen müssen in der Lage sein, angemessen zu reagieren“, so Ahting.

    Auch Bernward Beschorner, Vorsitzender des ver.di-Landesbeamt*innenvorstands, findet es unerträglich, dass unter anderem bei Feuerwehr, Rettungsdiensten, Sicherheitsdiensten, Verwaltung und sogar bei Erzieher*innen Übergriffe mittlerweile fest zum Alltag gehören: „Das zunehmende Fehlen des Respekts gegenüber Beschäftigen im Öffentlichen Dienst und politischen Mandatsträger*innen macht uns mehr als betroffen.

    „Die Kolleg*innen brauchen unsere Solidarität – und konkrete Unterstützung“, so Beschorner. Möglichkeiten seien Schutzmaßnahmen wie stumme Alarmsysteme, einsehbare Beratungszonen, in manchen Fällen sogar Schutzwesten, und vor allem auch wirtschaftliche Absicherung bei Schadensfällen, insbesondere, wenn die Verursacher*innen mittellos sind. Übergriffe dürften eben nicht als Kavaliersdelikt abgetan werden, sondern müssten konsequent verfolgt und mit empfindlichen Strafen belegt werden. Oft gelte zudem: Wo zu wenig Personal vorhanden sei, steige tendenziell die Gefahr von Übergriffen – unter anderem, weil Wartezeiten länger werden oder Menschen für Sicherung und Beschäftigtenschutz fehlten.

    Das Bildungswerk ver.di bietet Qualifizierungen im Bereich Deeskalationstraining, Resilenz und Gesundheitsschutz, Mediation und Konfliktmanagement, gewaltfreie Kommunikation, interkulturelle Kompetenz und Selbstverteidigung an. Informationen gibt es im Internet auf der Webseite www.bw-verdi.de/gegengewalt oder telefonisch bei Ursel van Overstraeten unter 0511-12400411

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