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    Ausweitung der Kita-Notbetreuung: Gesundheitsschutz hat höchste …

    Ausweitung der Kita-Notbetreuung: Gesundheitsschutz hat höchste Priorität

    27.04.2020

    ver.di fordert Achtsamkeit - Keine Ausweitung der Kapazitäten

    Nach der Ankündigung des Kultusministeriums, die bisherige Notbetreuung in den Krippen und Kitas auszuweiten, erwartet die Vereinte Dienstleitungsgewerkschaft (ver.di) jetzt ein starkes Maß an Achtsamkeit: „Wir haben vollstes Verständnis für die Eltern, dabei muss angesichts der Infektionsgefahren der Gesundheitsschutz einen höchsten Stellenwert haben, eine Ausweitung um jeden Preis wäre fahrlässig“, mahnt Landesleiter Detlef Ahting. Die Vermeidung von Ansteckungen und damit der Verbreitung des Corona-Virus erfordert aus ver.di-Sicht bestmögliche Vorsorgemaßahmen für die Beschäftigten, für Kinder und Eltern.

    Natürlich sei nach vielen Wochen Lock-down der Bedarf nach Ausweitung der Betreuung groß, allerdings dürfe man jetzt nicht ohne einen guten Plan starten. „Wir dürfen jetzt nicht den Eindruck vermitteln, dass wir in den Regelbetrieb starten“, so Ahting. Weitere Vergrößerungen der Kita-Gruppen über das von der Landesregierung empfohlene Maß hinaus, wie von einigen gefordert, lehnt ver.di daher ab. „Und dieses Maß kann auch nur dann gelten, wenn die Voraussetzungen passen“, sagt der Gewerkschafter. Deutschland befinde sich weiterhin in einer Pandemie, und deshalb sei es so ungeheuer wichtig, auf effektiven Gesundheitsschutz in den Kitas zu achten – für die Beschäftigten und die Kinder.

    Das sei schwer genug, weiß auch Landesfachbereichsleiter Martin Peter. „Kindern in diesem Alter Regeln des Abstandhaltens und der Hygiene beizubringen, ist herausfordernd“, sagt er, außerdem müssten sie auch mal getröstet und in den Arm genommen werden. „Auch für Kinder ist die gesamte Situation sehr belastend. Deshalb muss bei der Ausweitung der Notbetreuung verantwortungsvoll vorgegangen werden und pädagogische Kriterien eine wichtige Rolle spielen.“

    Peter fordert, bei der Umsetzung der erweiterten Notbetreuung vor Ort die Personal- und Betriebsrät*innen einzubeziehen. Er erinnert daran, dass ein Teil der Erzieher*innen zur sog. Risikogruppe gehöre, die dann nicht für die Betreuung eingesetzt werden dürften. Es sei gut, dass ein Teil des Betreuungsnotstands jetzt gelöst werden könne, auch im Interesse der Eltern. Ein Schnellschuss sei allerdings jetzt falsch.

    „Es kommt auf das Halten der Balance zwischen Ausweitung der Betreuung und den erforderlichen Bedingungen an“, so Ahting abschließend, also auf ein Vorgehen mit Augenmaß.

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