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    VHS Region Lüneburg streikt weiter für einen TVÖD-Tarifvertrag

    VHS Region Lüneburg

    VHS Region Lüneburg streikt weiter für einen TVÖD-Tarifvertrag

    04.11.2020


    Mit erneuten Streiks wollen die Beschäftigten der Gemeinnützigen Bildungs- und Kulturgesellschaft der Hansestadt und des Landkreises Lüneburg (VHS Region Lüneburg) ihren Druck auf Geschäftsführung, Aufsichtsrat und Gesellschafter erhöhen. Sie fordern seit Sommer dieses Jahres einen Tarifvertrag auf dem Niveau des TVÖD in Bezug auf das Gehalt und die Arbeitsbedingungen. „Die Kolleg*innen wollen jetzt ein konkretes Angebot und eine verbindliche Zusage für die Aufnahme von Tarifverhandlungen und keine vagen Absichtserklärungen“, macht ver.di-Gewerkschaftssekretär Dr. Frank Ahrens deutlich. Die meisten Volkshochschulen in Niedersachsen hätten einen Tarifvertrag – etwa drei Viertel von ihnen auf dem Niveau des TVÖD: „Zeit für Lüneburg, nachzuziehen“, so der Gewerkschafter.

    Auch Kursleiter Frank Piehler kritisiert die mit ca. 30 Prozent großen Unterschiede zwischen den VHS-Gehältern und dem TVÖD. Kursleiter*innen würden immer damit vertröstet, dass sie doch einen festen Job hätten. Das mache sie nicht stärker – und VHS-Teilnehmer*innen z.B. in den Bereichen Integration und Schulabschlüsse dann eben auch nicht.

    Kathrin Meinecke betonte die Bedeutung der VHS-Projekte, die teilweise mit TVÖD oder TVL refinanziert würden, was dann ungleiche Bezahlung bedeute. Zudem gebe es hausintern keine Kommunikationsstruktur zur internen und externen Vernetzung.

    Verwaltungsangestellte Claudia Menzel machte deutlich, dass aufgrund von Stellenabbau die Arbeitsverdichtung immer mehr zunehme, Räumlichkeiten würden aufgegeben und Angebote sollen eventuell gekürzt werden. Wenn Stellen wegfallen, würden sie nicht wiederbesetzt. „Wir haben die Grenze der Belastbarkeit überschritten“, fasst sie zusammen. Die VHS brauche keine ständigen Umstrukturierungen, um kurzfristig permanent fehlende Arbeitsstellen auszugleichen, sondern klar definierte Aufgabenbereiche, Tätigkeitsbeschreibungen und ausreichend Personal. „Hier kann nur ein TVÖD-Tarifvertrag für alle Mitarbeiter Abhilfe schaffen“, so Menzel.

    Pressekontakt

    Matthias Büschking
    Pressesprecher

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