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    Tarifrunde im Einzelhandel Niedersachsen und Bremen: Arbeitgeber …

    Tarifrunden Handel Nds-Bremen 2021

    Tarifrunde im Einzelhandel Niedersachsen und Bremen: Arbeitgeber ohne Angebot

    Arbeitgeber ohne Angebot in der ersten Verhandlungsrunde im Einzelhandel Niedersachsen und Bremen 18.05.2021
    Ohne uns kein Geschäft ver.di Ohne uns kein Geschäft  – Tarifrunden Handel 2021


    Zur heutigen ersten Verhandlungsrunde für den niedersächsischen und bremischen Einzelhandel in Hannover erschienen die Arbeitgeber ohne Angebot - Enttäuschung bei den Beschäftigten.

    „Dass die Arbeitgeber heute ohne ein Angebot für die Beschäftigten zu den Verhandlungen gekommen sind, ist absolut enttäuschend!“, erklärt die ver.di-Verhandlungsführerin Sabine Gatz. „Der Einzelhandel hat 2020 den höchsten Umsatzanstieg seit 1994 erwirtschaftet. Dieses Umsatzplus ist nicht allein auf den Internethandel zurückzuführen. Auch der stationäre Einzelhandel kann ein Plus von 4,3 Prozent vorweisen. Dieser enorme Zuwachs ist den Beschäftigten zu verdanken. Sie arbeiten unermüdlich und unter enormen Arbeitsbelastungen – und das nicht erst seit Corona.“

    Seit der Pandemie kommen allerdings noch die Angst vor einer Ansteckung oder Einkommensverluste durch Kurzarbeit hinzu – es geht um Elementares: „Die Beschäftigten des Einzelhandels müssen vor Armut in Arbeit und im Alter geschützt werden“, so Gatz weiter. „Sie haben ein Entgelt verdient, von dem sie gut leben können.“

    Auch die strikte Ablehnung der gemeinsamen Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge wertet die Verhandlungsführerin als unnötigen Affront: „Es wäre eine Chance, gemeinsam dem Verdrängungswettbewerb und der Tarifflucht im Einzelhandel entgegenzuwirken. Auch das Lohndumping durch Tarifflucht geht vor allem zu Lasten der Beschäftigten."

    ver.di und der Handelsverband Niedersachsen-Bremen verhandeln über Erhöhungen der Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen für die rund 330.000 Einzelhandelsbeschäftigten in Niedersachsen und 46.000 in Bremen. Der bisherige Tarifvertrag wurde von ver.di zum 30.April 2019 gekündigt.

    Die zweite Verhandlungsrunde findet am 10. Juni 2021 statt.

    Die ver.di-Forderungen im Überblick:

    • 4,5 Prozent plus 45 Euro mehr Gehalt/Lohn
    • Ausbildungsvergütung plus 100 Euro im Monat
    • Mindeststundenentgelt von 12,50 Euro
    • 12 Monate Laufzeit des Tarifvertrages
    • Gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit derTarifverträge

    Für tarifgebundene Krisen-Unternehmen bietet ver.di differenzierte tarifliche Lösungen auf Unternehmens-/Betriebsebene zur Zukunfts- und Beschäftigungssicherung durch entsprechende Unternehmenstarifverträge an.

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