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    Mehr Personal, höhere Qualität: ver.di fordert besseres Kita-Gesetz

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    Mehr Personal, höhere Qualität: ver.di fordert besseres Kita-Gesetz

    ver.di begrüßt Initiative von Bündnis 90/ Die Grünen 24.01.2018

     
    Als überfälligen Schritt für eine Verbesserung der Qualität im Kita-Bereich begrüßt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di den von Bündnis 90/Die Grünen vorgelegten Kita-Gesetzentwurf und den Entschließungsantrag mit der Forderung nach einem „Kita-Masterplan“. „Investitionen in die Qualität in den niedersächsischen Kitas muss weiter die politische Priorität sein. Der notwendige Ausbau der Kitaplätze darf nicht zu Lasten der Qualität in den Kitas, der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten und somit auch zu Lasten der Kinder und Eltern gehen“ so ver.di-Landesbezirksleiter Detlef Ahting.

    Die Arbeit mit guten Bildungskonzepten, Gesundheits- und Sprachförderung sowie die Bewältigung der Anforderungen an Inklusion seien nur einige Aufgaben in Kindertageseinrichtungen, die für Bildungsprozesse der Kinder wichtig sind und Chancengleichheit fördern. „Damit dieses gelingt, brauchen wir verbindliche gesetzliche Regelungen für eine deutliche Verbesserung des Personalschlüssels, der Vor- und Nachbereitungszeiten, ausreichend Leitungsfreistellung wie auch Ausfall- und Qualifizierungszeiten berücksichtigt“, so Ahting. Darum fordert er die rot-schwarze Landesregierung auf, hier endlich mit deutlichen Verbesserungen im Kita-Gesetz nachzusteuern.

    Auch ver.di stehe für das Ziel einer kostenfreien Bildung von der Kita bis zur Fachschule und Universität. Dabei dürfen Qualitätsverbesserungen im Kita-Bereich aber nicht aus dem Fokus geraten oder gegeneinander ausgespielt werden. „Wer die Beitragsfreiheit beschließen will, muss dafür sorgen, dass auch dringend erforderliche Qualitätsverbesserungen kommt“, so Ahting.
    „Daher müssen neben den von der Landesregierung für die Beitragsfreiheit vorgesehenen Gelder in ausreichendem Umfang auch Mittel in eine strukturelle Verbesserung der Kita-Qualität fließen“, argumentiert der Landesbezirksleiter. Hierzu gehöre auch der Ausbau der bestehenden Ausbildungskapazitäten und die Förderung qualifizierter Quer- und Wiedereinstiege in den Beruf der Erzieherin/des Erziehers, um auch in Zukunft angesichts steigender Anforderungen ausreichend Fachkräfte zu finden und zu halten.
    „Das ist und bleibt der Masterplan von ver.di“, verdeutlicht Ahting.