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    Für eine Kehrtwende in der niedersächsischen Hochschulpolitik

    Für eine Kehrtwende in der niedersächsischen Hochschulpolitik

    30.04.2021

    Die Hochschulfinanzierung in Niedersachsen muss auskömmlich sein 

    Gemeinsam mit ver.di wendet sich die große Mehrheit der niedersächsischen Hochschulpersonalräte in Form eines Offenen Briefes an Ministerpräsident Weil und Wissenschaftsminister Thümler.

    Gefordert wird eine hochschulpolitische Kehrtwende in Niedersachsen. Es gilt, die globalen Minderausgaben zurückzunehmen und auf weitere Sparvorgaben zu verzichten. Der hohe Befristungsgrad an den Hochschulen ist unverzüglich einzudämmen.

    Die globale Minderausgabe, die von den Hochschulen eingespart werden muss, beträgt ca. 120 Millionen Euro in den Jahren 2020 - 2024. Weitere pandemiebedingte Sparauflagen sind bereits angekündigt. Angesichts der hohen Fixkosten, der gestiegenen Energiekosten und einem Sanierungsstau von insgesamt ca. 4,3 Milliarden Euro bleibt den Hochschulen wahrscheinlich nur die Möglichkeit, bei den Personalkosten zu sparen. Der Verlust des Arbeitsplatzes, Arbeitsverdichtung, Qualitätseinbußen bei Forschung und Lehre, das Einstampfen von Studiengängen, das Abbrechen guter Lehr- und Forschungsformate aufgrund fehlender Anschlussfinanzierung sowie fehlende Planungssicherheit für die Hochschulen sind die verheerenden Folgen. 90 Prozent Befristungsgrad im wissenschaftlichen Mittelbau und 20 Prozent in Technik und Verwaltung sind ein Armutszeugnis für die Fürsorgepflicht des Landes Niedersachsen als Arbeitgeber den Beschäftigten gegenüber.

    Was es braucht, ist eine auskömmliche grundständige Finanzierung der Hochschulen durch das Land, gepaart mit strikten Vorgaben an die Hochschulen, die jetzt bereits vorhandenen Mittel konsequent für die Entfristung von Beschäftigungsverhältnissen zu verwenden. 

    „Mit den geplanten Sparvorgaben wird wissenschafts- und gesellschaftspolitischer Schaden in Niedersachsen angerichtet,“ sagt Ulrike Schilling von der Gewerkschaft ver.di. „Wir, und hier spreche ich explizit für alle Unterzeichnenden des offenen Briefes, erwarten, dass gerade in der Krise in Wissenschaft und Forschung investiert wird und sich das in den diesjährigen Haushaltsbeschlüssen deutlich niederschlägt.“

    Unterzeichnet haben den Offenen Brief Personalräte von Hochschulen aus ganz Niedersachsen. Den Brief finden Sie im Download

    Für Rückfragen:
    Ulrike Schilling, ver.di-Landesfachbereichsleiterin Bildung, Wissenschaft und Forschung
    Tel. 0421-3301-104

     

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