Aktionen in Garbsen und Wildeshausen geplant

Tag gegen Fahrermüdigkeit am 21. Juni 2024

ver.di fordert Maßnahmen gegen Übermüdung von Berufskraftfah-rer*innen
Pressemitteilung vom 20.06.2024
Jede/Jeder Dritte Fahrer*in erklärte, im vergangenen Jahr mindestens einmal hinter dem Steuer eingeschlafen zu sein.

Tag gegen Fahrermüdigkeit am 21. Juni 2024: ver.di fordert Maßnahmen gegen Übermüdung von Berufskraftfahrer*innen – Aktionen in Garbsen und Wildeshausen geplant

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) beteiligt sich auch in diesem Jahr im Landesbezirk Niedersachen-Bremen am „Tag gegen die Fahrermüdigkeit“ am 21. Juni 2024. Gemeinsam mit der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF) macht ver.di am längsten Tag des Jahres auf das Problem der Übermüdung von Berufskraftfahrer*innen und die dafür ursächlichen schlechten Arbeitsbedingungen aufmerksam. Aktionen im Landesbezirk sind an zwei Orten geplant:

ver.di spricht am Freitag zwischen 9 und 12 Uhr mit Berufskraftfahrer*innen an den Raststätten Wildeshausen-Nord und Wildeshausen-Süd an der Autobahn 1 über ihre Arbeitsbedingungen. An der Raststätte Garbsen-Nord an der A 2 findet am gleichen Tag zwischen 11 und 14 Uhr eine ähnliche Aktion statt. Mit dabei sind Berater*innen aus den Beratungsstellen für mobile Beschäftigte in Niedersachsen, von Faire Mobilität/DGB, MoBA (Beratungsstelle für mobile Beschäftigte und Opfer von Arbeitsausbeutung im Land Bremen) und GUV FAKULTA.

Der seit Jahren steigende Mangel an Berufskraftfahrer*innen in Europa hat das Problem der Müdigkeit hinterm Steuer zusätzlich verschärft. Eine von der ETF durchgeführte Studie aus dem Jahr 2021 ergab, dass chronische Müdigkeit bei Berufskraftfahrer*innen die Regel ist. Von den 2.861 befragten Lkw-, Bus- und Reisebusfahrer*innen im Güter- und Personenverkehr gaben 60 Prozent der Lkw-Fahrer*innen und 66 Prozent der Busfahrer*innen an, dass sie regelmäßig übermüdet fahren. Jede/Jeder Dritte erklärte, im vergangenen Jahr mindestens einmal hinter dem Steuer eingeschlafen zu sein. Lange und unvorhersehbare Arbeitszeiten, unregelmäßige Fahrpläne und unzureichende Ruhepausen sind, der Studie zufolge, die Hauptursachen für die Übermüdung der Fahrer*innen. ver.di fordert die Einhaltung des Rechts der Fahrer auf regelmäßige Rückkehr in ihre Heimatländer, kürzere Touren durch kombinierten Verkehr und Begegnungsverkehr, sowie bessere und sichere Infrastruktur auf Raststätten.

 

ver.di-Ansprache-Aktion an Fahrer*innen:

Wo:

  • A1 Raststätten Wildeshausen-Nord (Start), Huntestr. 10 und Wildeshausen-Süd, Huntestr. 11, 27801 Dötlingen
  • A2 Raststätte Garbsen-Nord, Burgstr., 30826 Garbsen

Wann: 

  • Freitag, 21.06.2024, ab 09:00 Uhr in Wildeshausen, ab 11:00 Uhr in Garbsen

 

Rückfragen:                Wolfgang Evers (für Garbsen), 0160/90633566

                                      Tanja Post (für Wildeshausen), 0151/73021543

 

Pressekontakt

Tobias Morchner
Pressesprecher

ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen
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