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    Wach- und Sicherheitsdienste: Warnstreik am 09.02.

    Wach- und Sicherheitsdienste: Warnstreik am 09.02.

    09.02.2015

    Dem Streikaufruf der Gewerkschaft ver.di am Montag, den 9. Februar 2015, sind rund 200 Beschäftigte des Wach- und Sicherheitsgewerbes in Niedersachsen gefolgt.

    Von dem ganztägigen Warnstreik betroffen war auch die Personal- und Warenkontrolle am Flughafen Hannover-Langenhagen sowie die militärischen Bewachung bei der Bundeswehr in Meppen. ver.di will mit dem zweiten Warnstreik den Druck auf den Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) erhöhen, um Tarifverhandlungen über einen Lohntarifvertrag für alle Unternehmen der Branche in Niedersachsen zu führen.

    ver.di fordert für die unterste Lohngruppe einen Stundenlohn von 9,74 Euro. „Die Arbeit der Sicherheitsdienste ist mehr wert als 8,50  Euro brutto“, sagte ver.di-Verhandlungsführerin Ute Gottschaar. Im Wach- und Sicherheitsgewerbe sei die jetzige Bezahlung nicht mehr angemessen.

    Der BDSW hat am 13. Januar beschlossen, ver.di lediglich Verhandlungen für die Fluggast-, Personal- und Warenkontrolleure an den Verkehrsflughäfen anzubieten. Die ver.di-Tarifkommission hat dieses Angebot jedoch abgelehnt. „Wir wollen gemeinsame Verhandlungen für alle Bereiche der Sicherheitsbranche“, betonte Gottschaar. „Wir lassen nicht zu, dass die Arbeitgeber die Beschäftigten spalten.“

    Der BDSW schließt in Niedersachsen seit Jahren nur noch Tarifverträge mit der christlichen Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes (GöD) ab. Danach erhalten die Beschäftigten in der untersten Lohngruppe seit Januar dieses Jahres 8,50 Euro pro Stunde. Für die Tarifierung des gesetzlichen Mindestlohnes hat sich die Pseudo-Gewerkschaft GöD allerdings die Hälfte der Sonn- und Feiertagszuschläge abkaufen lassen.

    ver.di-Verhandlungsführerin:
    Ute Gottschaar, ver.di-Fachbereichsleiterin 0170-6353769

    Ansprechpartner am Flughafen Hannover:
    Sascha Tietz, ver.di-Fachsekretär: 0151-12550152