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    Flughafensicherheit am HAJ: „Schluss mit Überlastung!“

    Flughafensicherheit

    Flughafensicherheit am HAJ: „Schluss mit Überlastung!“

    Sicherheitspersonal protestiert am 8. Oktober 2021, um 12.05 Uhr, vor Terminal A (Abflugebene), unter dem Motto: „5 nach 12“ 08.10.2021
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    Lange Warteschlangen, genervte Urlauberinnen und Urlauber - zahlreiche Medien berichteten in den letzten Tagen über das weiter anhaltende Chaos am Flughafen Hannover-Langenhagen (HAJ). Dabei rückte auch die von der Bundespolizei beauftragte Sicherheitsfirma Securitas Aviation in den Fokus.

    Vor der sich seit 2020 abzeichnenden Personalmisere warnten Beschäftigte, Betriebsrat und ihre Gewerkschaft wiederholt. Bereits Ende 2020 kam es zu ersten Protestaktionen. „Die jetzige Situation am Flughafen ist größtenteils hausgemacht von der Firma Securitas Aviation“, so Lars Kalkbrenner, Fachsekretär für die Flughafensicherheit. Die Geschäftsführung habe trotz eindringlicher Warnungen zu Jahresbeginn eine solche Situation billigend in Kauf genommen.

    Kalkbrenner: „Nicht nur Sicherheitsbeschäftigte wussten, dass es so etwas wie Ferien gibt, in denen potenziell mehr Menschen ihren wohlverdienten Urlaub mit einer Reise verbringen. Nur der Geschäftsführung dieser Flughafensicherheitsfirma schien dieses Phänomen unbekannt zu sein.“ Zuletzt berichtete ver.di am 23.09.2021 über Union Busting Methoden und verbesserungsfähigen Gesundheitsschutz im Interesse der Kolleginnen und Kollegen. Dem begegnete die Arbeitgeberseite mit einem Verweis darauf, dass man sich bei der Entlohnung an den Tarifvertrag halte. Dazu Sascha Tietz, Fachbereichsleiter Besondere Dienstleistungen in Niedersachen-Bremen: „Mit der Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband ist das auch rechtsverbindlich. Das rechtfertigt aber keineswegs, dass Beschäftigte unter Überlastung und in Bedingungen arbeiten, die krank machen“.

    Tietz: „Und der Betriebsrat, der vom Gesetzgeber dazu vorgesehen und von der Belegschaft demokratisch gewählt ist, um mit dem Arbeitgeber gemeinsam tragfähige, gesunde Lösungen zu erarbeiten, wird systematisch mit Lappalien abgelenkt und vor Einigungsstellen gezwungen, unter anderem weil der Arbeitgeber seinen Informationspflichten nicht nachkommt.

    Die Beschäftigten fordern: mehr Personal, verbindlichere und langfristige Personalplanung, die Gewährung längerer Freizeitblöcke sowie die Einhaltung gesetzlicher Standards insbesondere Arbeitszeitgesetz, Arbeitsstättenverordnung (geeignete Pausenräume, Wegezeiten zu besagten Räumen und Mitarbeitenden-Toiletten), Betriebsverfassungsgesetz. Wichtig ist ihnen außerdem ein besserer Umgang mit der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, etwa eine Atempause nach zwei Stunden Tragezeit bei körperlich anstrengender Arbeit, so wie von der Berufsgenossenschaft empfohlen.
    Ver.di ruft die Sicherheitsbeschäftigten am 8. Oktober, 12:05 Uhr (5 nach 12) zu einer Kundgebung vor dem Flughafen auf.

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    Pressekontakt

    Tobias Morchner
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