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    Landesarmutskonferenz: Das Land muss mehr Sozialwohnungen bauen

    Landesarmutskonferenz: Das Land muss mehr Sozialwohnungen bauen

    13.11.2018

    Fachtag der Landesarmutskonferenz: 

    In Niedersachsen gibt es viel zu wenige bezahlbare Wohnungen. Massiver Kritik an mangelndem Einsatz der Politik übt die Landesarmutskonferenz Niedersachsen (LAK). Im Rahmen einer Fachtagung erarbeitete sie „Handlungsmöglichkeiten für ein menschenwürdiges Wohnen“. LAK-Sprecher Lars Niggemeyer (DGB Niedersachsen) formulierte konkrete Forderungen: „Die Förderung des sozialen Wohnungsbaues muss massiv ausgeweitet, der Bestand an Sozialwohnungen um ca. 100.000 angehoben werden.“ Die vom Land angekündigten 40.000 Sozialwohnungen bis 2030 seien nur ein Tropfen auf den heißen Stein. 

    Mehr als 100 Expert*innen diskutierten im Veranstaltungszentrum Rotation in den ver.di-Höfen am Thema entlang. In Impulsvorträgen und Fachgesprächen wurde deutlich, dass das durch die europäische Sozialcharta verbriefte Menschenrecht auf ein Zuhause längst nicht überall umgesetzt werde. „In vielen Städten und Regionen Niedersachsens ist bezahlbarer Wohnraum Mangelware. Darunter leiden zuerst Wohnungslose und davon bedrohte Personen, Menschen mit Beeinträchtigungen und Geringverdienende. Sie können den Konkurrenzkampf um zu wenige Wohnungen nicht bestehen“, so Niggemeyer. 

    In Fachgesprächen referierten Christof Meyer-Gerlt (Wohnungslosenhilfe Freistatt), Inga Schmalz (Gruppe „Gnadenlos gerecht“) und Markus Kießling (LAG Soziale Brennpunkte). 

    Das Land müsse mit einer eigenen Landeswohnungsbaugesellschaft wieder bezahlbare Wohnungen für Normalverdiener anbieten, forderte Co-Sprecherin Meike Janßen (SoVD-Landesverband Niedersachsen). Insbesondere in Regionen mit angespanntem Mietmarkt sei es wichtig, das Wohnungsangebot auch aus eigener Kraft zu erhöhen. 

    In einer Podiumsdiskussion stellte sich Frank Doods, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, der Kritik von DGB-Chef Mehrdad Payandeh und Andreas Sonnenberg (Vorsitzender Werkheim e.V.).

    In einer Erklärung zur Fachtagung, die der dritte LAK-Sprecher Thomas Uhlen (Caritas) vorstellte, formulierten die Teilnehmer*innen weiterhin die Forderung nach einer lebenslangen Sozialbindung und einer zielgenauen Verteilung von Fördermitteln des Landes an öffentliche Wohnungsunternehmen und Genossenschaften. 

    Der Fachtag wurde veranstaltet von:
    Asphalt Straßenmagazin, AWO, Caritas, DGB, Gruppe Gnadenlos Gerecht, Landesarmutskonferenz, Landesvereinigung für Gesundheit/Akademie für Sozialmedizin Nds., SoVD, ver.di

    c/o LAG Freie Wohlfahrtspflege,  Grupenstr. 4, 30159 Hannover,  Fon: 0511 - 2102067
    Netz: www.landesarmutskonferenz-niedersachsen.de
    Mail: gleitzek@gmx.de

     

     

     

    Pressekontakt

    Matthias Büschking
    Pressesprecher

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