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    „Ein Streik, viele Orte": Flächendeckende Warnstreiks erhöhen den Druck auf die Arbeitgeber

    23.10.2020


    „Ein Streik, viele Orte": Dem Aufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) sind am heutigen Mittwoch, 21. Oktober, zahlreiche Beschäftigte gefolgt. Das sogenannte Angebot der Arbeitgeber hatte sie vor den Kopf gestoßen. Sie haben daher mit einem flächendeckenden Warnstreik überall in Niedersachsen und Bremen den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Mehr als 7.500 (up date!)Beschäftigte aus allen Bereichen des Öffentlichen Dienstes beteiligten sich mit einer Vielzahl kreativer und Corona-gerechter Aktionen, sie stehen stellvertretend für Tausende weiterer Kolleg*innen, die heute im Streik sind. Denn wegen der Pandemie verzichtete ver.di auf große Kundgebungen, holte die zahlreichen Aktionen in einer Online-Kundgebung zusammen. Die Rede des neuen ver.di- Vorsitzenden Frank Werneke auf dem Opernplatz in Hannover war via Livestream überall zu empfangen.


    Die Auswirkungen des Streiks bekam die Öffentlichkeit in einigen Bereichen zu spüren: Mancherorts boten Behörden und Sparkassen nur eingeschränkte Dienstleistungen, der Müll blieb heute in einigen Städten liegen, Zulassungsstellen waren genauso betroffen wie die Reinigung und auch in Kitas waren vielerorts die Beschäftigten so enttäuscht, dass sie sich diesmal auch beteiligten. Auch wenn die Versorgung gesichert blieb, beteiligten sich Beschäftigte aus Krankenhäusern und machten ihrem Unmut deutlich Luft.

    Die Beschäftigten reagierten überall im Land enttäuscht auf das mickrige Angebot der Arbeitgeberseite. „Nach zwei Runden des Hinhaltens und der im Frühjahr von ihnen verhinderten Einmalzahlung wurde uns jetzt ein Angebot vorgelegt, das unsere Kolleginnen und Kollegen als reine Provokation sehen", so ver.di-Landesleiter Detlef Ahting. Die angebotenen Lohnsteigerungen liefen wegen der überlangen Laufzeit mit den dürftigen Beträgen de facto auf eine Nullrunde, ja sogar Reallohnabbau hinaus. Neben der Kürzung von Einkommensteilen der Sparkassen solle es im Eingruppierungsrecht, das nach elf Jahren Verhandlungen erreicht wurde, jetzt gleich danach zu Verschlechterungen kommen mit der Perspektive auf niedrigere Einkommen.

    „Die Arbeitgeber reden von Anerkennung der Leistungen des Öffentlichen Dienstes. Wir können von Wertschätzung nichts, aber auch gar nichts erkennen", so Ahting. „Das ist ein Schlag ins Gesicht, die betroffenen Beschäftigten geben heute die Antwort."

    Auch ver.di-Chef Frank Werneke kommentierte in seiner Rede das Arbeitgeberangebot: „Am meisten sind wir beim Thema Pflege auseinander, da sollen genau die Kolleg*innen mit 50 Euro abgespeist werden, die jetzt schon wieder um das Leben von Corona-Patienten kämpfen." Das sei mit ver.di nicht zu machen.

    Pressekontakt

    Matthias Büschking
    Pressesprecher

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