TV Seehäfen

Streiks in Seehäfen werden fortgesetzt

Beschäftigte in Bremerhaven werden für Mittwoch zum Streik aufgerufen
Pressemitteilung vom 12.06.2024
Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 17. und 18. Juni angesetzt.

Streiks in Seehäfen werden fortgesetzt: Beschäftigte in Bremerhaven werden für Mittwoch zum Streik aufgerufen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Seehafen-Beschäftigte in Bremerhaven zu einem Streik am Mittwoch, den 12. Juni 2024 aufgerufen. Der Streik findet ab 6:00 Uhr statt und dauert bis in den späten Abend. In Hamburg hatten Beschäftigte der Seehäfen bereits am Freitag, den 7. Juni gestreikt; in Bremen streiken die Beschäftigten heute (Dienstag, 11. Juni) seit den frühen Morgenstunden.

Hintergrund ist, dass die Arbeitgeber, der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) bisher kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt hat. Die zweite Verhandlungsrunde am 6. Juni hatte zu keinem Ergebnis geführt. Die dritte Runde ist für den 17. und 18. Juni angesetzt.

„Nach Hamburg und Bremen gehen Seehafen-Beschäftigte in Bremerhaven morgen in den Streik, um Druck auf die Arbeitgeber auszuüben“, sagt ver.di-Verhandlungsführerin Maren Ulbrich. „Die Beschäftigten erwarten, dass die Arbeitgeber ihre Arbeit wertschätzen und ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, bei dem die Löhne deutlich erhöht werden.“ Das jetzige Arbeitgeber-Angebot bedeute für die Beschäftigten keinen echten Reallohnzuwachs. Zudem sei die soziale Komponente auch absolut unzureichend. „Die Beschäftigten brauchen eine deutliche Erhöhung ihrer Löhne, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten bezahlen zu können. Mit dem bisherigen Angebot haben die Arbeitgeber Streiks provoziert.“

ver.di fordert eine Erhöhung der Stundenlöhne um drei Euro zum 1. Juni 2024 sowie eine entsprechende Anhebung der Schichtzuschläge, inklusive einer Nachholung der ausgebliebenen Erhöhung der Schichtzulagen im Tarifabschluss 2022, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

„Es kommt darauf an, dass insbesondere die unteren Lohngruppen deutlich mehr Einkommen erhalten, die Inflation der vergangenen Jahre hat sie besonders schwer getroffen. Das hat der ZDS zwar verstanden und im vorliegenden Angebot berücksichtigt, aber bei weitem nicht im erforderlichen Maß. Zudem müssen die Lohnunterschiede zwischen den verschiedenen Gruppen reduziert werden“, sagt die ver.di-Verhandlungsführerin.

 

Rückfragen: Maren Ulbrich, 0170/ 5715833

Rückfragen zu Bremerhaven: Markus Westermann 0175/9387756

 

Hinweis für die Redaktionen:

Der Streik im Bremerhavener Hafen beginnt um ca. 6:00 Uhr. Kundgebung: Ab 08:30 Uhr-11:00 Gate Haus 1 (Eurogate Bremerhaven, Senator-Borttscheller-Straße 1). Um 8:00 Uhr gemeinsame Demonstration vom NTB (Senator-Borttscheller-Straße 14) zum Gatehouse 1

 

Pressekontakt

Tobias Morchner
Pressesprecher

ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen
Goseriede 10, 30159 Hannover
Tel.: 0511/12400-105 u. -106
mobil: 0170 7812412

Mail: pressestelle.nds-hb@verdi.de
Internet: niedersachsen-bremen.verdi.de
Facebook: facebook.com/verdiNiedersachsenBremen
Twitter: twitter.com/verdi_nds und twitter.com/verdi_bremen