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    ver.di und AMEOS starten vielversprechend in Tarifverhandlungen

    AMEOS-Kliniken

    ver.di und AMEOS starten vielversprechend in Tarifverhandlungen

    15.05.2019

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) sowie die AMEOS-Kliniken in Hildesheim/Hameln und Osnabrück sind gestern in Tarifverhandlungen gestartet. ver.di fordert Bezahlung wie im öffentlichen Dienst. Beim Verhandlungsauftakt betonten beide Seiten den Willen zu einer guten Lösung. Keine Selbstverständlichkeit nach den Erfahrungen der letzten Tarifrunden. „Der Start war vielversprechend“, so ver.di-Verhandlungsführer Joachim Lüddecke.

    Vor zwei Jahren brauchte es zwölf Wochen Streik, um die AMEOS-Geschäftsleitung davon zu überzeugen, einer Tarifeinigung auf Höhe des TVöD und der Übernahme eines Teils der Leiharbeitnehmer zuzustimmen. Es folgten langwierige Redaktionsverhandlungen, die erst Ende März 2019 abgeschlossen wurden. Am selben Tag kündigte ver.di Teile des Tarifvertrages.

    Nun fand am 14. Mai der Auftakt zur neuen Tarifrunde statt. Diese verlief in einer positiven Atmosphäre. Lüddecke: „Dem Arbeitgeber scheint daran gelegen, eine weitere harte Auseinandersetzung zu vermeiden. Er signalisierte, gute Lösungen finden zu wollen. Auch aus Arbeitgebersicht scheinen angesichts zunehmender Personalengpässe in den Häusern bessere Vergütung und Arbeitsbedingungen notwendig.“

    „Ziel von ver.di ist es, die Ergebnisse der Tarifverhandlung im öffentlichen Dienst für die Beschäftigten der AMEOS Kliniken zu übertragen. Nicht mehr und nicht weniger!“ machte Lüddecke deutlich. ver.di fordere deshalb die Übernahme der aktuellen Entgelttabellen des Tarifvertrages öffentlicher Dienst (TVöD), die Übernahme der Entgeltordnung des TVöD, drei weitere Zusatzurlaubstage für Wechselschichtarbeit, eine Erhöhung des Zeitzuschlags für Samstagsarbeit auf 20 Prozent, eine besondere Aufwertung für Pflegekräfte sowie für Auszubildenden die Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 EUR, 1 Tag mehr Urlaub und bessere Übernahmeregelungen.

    Die Verhandlungen werden am 23. Mai fortgesetzt.