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    ver.di kündigt Streikmaßnahmen bei der LEB vor der Sommerpause …

    ver.di kündigt Streikmaßnahmen bei der LEB vor der Sommerpause an

    24.06.2021

    Den 400 Beschäftigten bei der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) in Niedersachsen reicht es. Sie kämpfen seit 2019 für einen Tarifvertrag mit transparenten und fairen Löhnen und für die Entfristung ihrer Stellen. Nach zehn Tarifverhandlungen ohne Durchbruch sehen sie nun den Streik als letzten Ausweg, ihre Geschäftsführung zum Umdenken zu bewegen.

    Die LEB ist der größte landesweite Bildungsträger Niedersachsens, der im Rahmen des Niedersächsischen Erwachsenenbildungsgesetz gefördert wird. Gehälter werden dort individuell verabredet. „Das Wissen, dass ein Kollege für die gleiche Arbeit in einem Nachbarstandort einige hundert Euro mehr bekommt, lässt mich als Mitarbeiterin zweiter Klasse fühlen“, sagt Katharina Dietzek, Verwaltungsmitarbeiterin im Bildungszentrum Göttingen. 

    Die LEB hat den Anspruch, Bildungsangebote im ländlichen Raum anzubieten. Diese wesentliche Aufgabe der öffentlichen Daseinsfürsorge verlangt von den Beschäftigten einen hohen Grad an Mobilität und Flexibilität. „Mit über 30 Prozent Befristung unter den Pädagog*innen tut der Arbeitgeber nichts dafür, dieses hohe Engagement zu honorieren“, erläutert Ina Dibowski, Leitern des Bildungszentrums in Osterode, „im Gegenteil sorgt der immense Befristungsgrad dafür, dass viele Kolleg*innen das Unternehmen verlassen.“

    Die Geschäftsführung verweigert seit Januar 2021 weitere Tarifgespräche mit ver.di, gemachte Zusagen werden nicht eingehalten. „Bis heute warten wir auf ein überarbeitetes Angebot seitens der Geschäftsführung zu Entfristung. Ebenso wurden uns keine betriebswirtschaftlichen Zahlen zur Verfügung gestellt. Beides wurde im November letzten Jahres seitens der Geschäftsführung zugesagt“, sagt Ulrike Schilling, Verhandlungsführerin von ver.di. 

    „Die fehlende Transparenz und Verbindlichkeit seitens unserer Arbeitgeber führt zu Wut und Frustration“, fasst Sabine Herbst, pädagogische Mitarbeiterin am Standort der Jugendanstalt Hameln, die Stimmung der Belegschaft zusammen. „Mit unserem Streik machen wir deutlich, dass wir uns das nicht mehr gefallen lassen“, ergänzt sie.

    Sobald die Streikplanungen konkretisiert sind, laden wir Sie herzlich ein, den Streik medial zu begleiten und freuen uns über Ihr Interesse. 

    Weitere Informationen:
    Ulrike Schilling, Verhandlungsführerin ver.di
    mobil: 0151 53805033
    Email: ulrike.schilling@verdi.de

     

     

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