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    AHS-Beschäftige und Betriebsrat wehren sich gegen Kündigungen …

    AHS-Beschäftige und Betriebsrat wehren sich gegen Kündigungen und Grundrechtseinschränkungen

    27.11.2020


    Beschäftigte und Betriebsräte des Passagierabfertigungsunternehmen Aviation Handling Services (AHS) verurteilen in einem offenen Brief drohende Kündigungen und Angriffe seitens des Unternehmens auf Grundrechte. Auch die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert das scharf: „Die Krise und die Existenzängste der Beschäftigten in einem Unternehmen mit öffentlicher Beteiligung dafür zu nutzen, Arbeitnehmer- und Grundrechte einzuschränken, um sich daraus einen Wettbewerbsvorteil zu erschleichen, ist ein Skandal“, so Gewerkschaftssekretär Marian Drews.

    AHS erbringt die Passagierabfertigung an den Flughäfen Hannover, Hamburg, Bremen, Frankfurt, Köln, Düsseldorf und Stuttgart. Gesellschafter der AHS sind mehrere dieser Flughäfen, die alle mehrheitlich in öffentlichem Besitz der Länder und der Kommunen sind. Die größten Gesellschafter sind die Flughäfen Hannover und Hamburg.

    Im Jahr 2019 beschäftigte die AHS bundesweit über 2.500 Beschäftigte. An den Standorten Hannover und Bremen sind aktuell etwa 160 bzw. 100 Menschen beschäftigt. Seit Ausbruch der Pandemie haben hier bereits ca. 20 Prozent der Beschäftigten Ihren Arbeitsplatz verloren. Nun drohen betriebsbedingte Kündigungen. In den derzeit laufenden Verhandlungen mit den Betriebsräten fordert die AHS betriebsbedingte Kündigungen auch während des Bezugs von Kurzarbeitergeld zu ermöglichen, dabei soll die staatliche Unterstützung Entlassungen verhindern.

    Während andere Unternehmen im Luftverkehr gemeinsam mit Beschäftigten, Betriebsräten und Gewerkschaften nach sozialpartnerschaftlichen Lösungen suchen, wie Arbeitsplätze und Einkommen gesichert werden können, geht die AHS einen anderen Weg: Das Kurzarbeitergeld wird nicht aufgestockt, verhandelte Tarifergebnisse werden ignoriert, Beschäftigte und Betriebsräte werden unter Druck gesetzt.

    Ein Unding für Gewerkschaftssekretär Franz Hartmann: „Es ist schlicht nicht akzeptabel, wenn Beschäftigte aufgrund der Kurzarbeit mit monatlichen Einkommen von 500 Euro konfrontiert sind und gleichzeitig noch ein Arbeitsplatzabbau ermöglicht werden soll. Wir sehen die Anteilseigner und die politischen Verantwortlichen hinter der AHS jetzt gefordert, diese Missstände abzustellen.“

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