Rhenus Logistics

Tarifverhandlungen bei Rhenus Logistics in Neu Wulmstorf starten

ver.di kämpft um Vertrag für bislang tarifloses Unternehmen
Pressemitteilung vom 16.01.2023
Tarifverhandlungen bei Rhenus Logistics in Neu Wulmstorf starten


Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kämpft gemeinsam mit den Beschäftigten des Unternehmens Rhenus Logistics in Neu Wulmstorf um einen Tarifvertrag. Die Verhandlungen beginnen am Donnerstag (19. Januar 2023). Ver.di fordert dabei eine Einmalzahlung in Höhe eines Monatsgehalts, zwei zusätzliche freie Tage für Gewerkschaftsmitglieder und die Anwendung der niedersächsischen Logistik-Tarifverträge. Bislang ist das Unternehmen Rhenus Logistics tariflos. Durch den Abschluss eines ordentlichen Tarifvertrags würden die Beschäftigten in der Regel sechs bis zehn zusätzliche Urlaubstage erhalten, dazu erstmals Weihnachts- und Urlaubsgeld, sowie eine Erhöhung der Gefahrenzulage von sechs Prozent auf 15 Prozent Zuschlag auf das Stundenentgelt.

„Es war ein weiter Weg, den wir bis zu den jetzt anstehenden Verhandlungen zurücklegen mussten“, sagt El Sayed El Nagi. Er ist der Vorsitzende des Betriebsrats und Mitglied der ver.di-Verhandlungskommission. „Wir haben erst im Jahr 2018 gemeinsam mit ver.di einen Betriebsrat gegründet. Anschließend sind mehr und mehr Kolleg*innen in die Gewerkschaft eingetreten. Und jetzt wollen wir endlich einen ordentlichen Tarifvertrag“, sagt der Betriebsratsvorsitzende.

Sollten die Verhandlungen am Donnerstag zu keinem Ergebnis kommen – ein Angebot des Arbeitsgebers liegt bislang nicht vor -  drohen erste Warnstreiks. „Wir sind außerordentlich stark im Betrieb in Neu Wulmstorf vertreten und können richtig Druck machen“, sagt Jonas Lebuhn, der zuständige Gewerkschaftssekretär bei ver.di. Rhenus sei ein großes Logistikunternehmen mit rund 230 Beschäftigten am Standort. „Die wirtschaftliche Lage ist sehr gut – ein Tarifvertrag ist überfällig“, sagt Lebuhn. Den Kolleg*innen gehe es um mehr Wertschätzung ihrer Arbeit. „Im gewerblichen Bereich arbeiten viele nur knapp über dem Mindestlohn“, so der Gewerkschafter.

 

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