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    Tarifrunde Einzelhandel 2019

    Tarifrunde im Einzelhandel Niedersachsen und Bremen: Arbeitgeber verweigern Reallohnerhöhung

    17.06.2019

    Mehr als 2.500 Beschäftigte im Einzelhandel Niedersachsen und Bremen beteiligten sich im Vorfeld der 2. Verhandlungsrunde an Streiks für mehr Wertschätzung bei Lohn und Gehalt und gegen die drohende Altersarmut.

    Die Arbeitgeber legten zwar in der zweiten Tarifverhandlung ein Angebot vor, es bewegt sich aber unterhalb der zu erwartenden Preissteigerungsrate.

    Nach dem Willen der Arbeitgeber sollen die Entgelte rückwirkend ab 1. Mai 2019 um 1,7% erhöht werden und in 2020 soll es eine weitere Erhöhung um 1,2% geben. Die Forderung nach Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge zum Schutz vor Dumpingwettbewerb und Dumpinglöhne lehnen die Arbeitgeber weiterhin kategorisch ab.

    Dieses Angebot bedeutet für die Beschäftigten Reallohnsenkung für die nächsten beiden Jahre und in Zukunft die weiter steigende Gefahr von Altersarmut“, erklärt Sabine Gatz, ver.di Verhandlungsführerin. „Schon heute reichen für ca. 70% der Beschäftigten die Gehälter nicht aus, um im Alter über die Grenzen der gesetzlichen Grundsicherung hinaus zu kommen.

    „Die Forderung nach der Allgemeinverbindlichkeit unserer Tarifverträge, d.h. dass sie wieder für alle Arbeitgeber gelten sollen, lehnen die Arbeitgeber weiterhin kategorisch ab. Damit heizen sie den Vernichtungswettbewerb im Einzelhandel weiter an und tragen ihn auf dem Rücken der Beschäftigten und ihrer Familien aus“ ergänzt Gatz.

    Die nächste Verhandlung findet am 18.07.19 in Hannover statt.

    Die ver.di-Forderungen im Überblick:

    • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1 Euro pro Stunde
    • Anhebung der Ausbildungsvergütungen um monatlich 100 Euro
    • Tarifliches Mindesteinkommen von 2.100 Euro
    • Vereinbarung einer Vorteilsregelung für ver.di-Mitglieder
    • Laufzeit: 12 Monate
    • Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge

    Im Einzelhandel in Niedersachsen sind etwa 330.000 und in Bremen 46.000 Menschen beschäftigt. Die bestehenden Tarifverträge wurden zum 30. April gekündigt. Die Forderung nach einem Euro pro Stunde entspricht im Ecklohn ca. 6,3 Prozent.

    Pressekontakt

    Matthias Büschking
    Pressesprecher

    ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen
    Goseriede 10, 30159 Hannover
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