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    ÖPNV-Streiks am Samstag 13.03.2021

    ÖPNV Niedersachsen/Bremen

    ÖPNV-Streiks am Samstag 13.03.2021

    ver.di kritisiert Verweigerungshaltung der Arbeitgeber im privaten Verkehrsgewerbe Niedersachsen 11.03.2021
    Bus Mario Venzlaff Bus


    Die Beschäftigten im Flächentarifvertrag außerhalb der großen Metropolen wie Hannover und Braunschweig befinden sich gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di in Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeberverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen e.V. (AVN) um bessere Löhne und Arbeitsbedingungen. Nachdem die Arbeitgeber zum wiederholten Male kein abschlussfähiges Angebot vorgelegt haben, erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) den Druck. Wir rufen für kommenden Samstag, 13.03.2021 u.a. Beschäftigte in Lüneburg, Salzgitter, Hameln, Stade, Verden und Buxtehude von Dienstbeginn bis Dienstschluss zu Arbeitsniederlegungen auf.

    „Wenn uns auch in der Fläche die ökologisch-soziale Verkehrswende gelingen soll, brauchen wir faire Löhne und attraktive Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im ÖPNV“, stellt Herman Hane, ver.di Verhandlungsführer, fest. Es sei eine totale Provokation, dass die Arbeitgeber des AVN noch immer kein abschlussfähiges Angebot vorgelegt haben, welches die Lohnschere zu den kommunalen Wettbewerbern schließt. „Die Beschäftigten im privaten ÖPNV verdienen deutlich weniger – bis zu 5 € in der Stunde – als ihre Kolleg*innen in den Verkehrsbetrieben des Tarifvertrags Nahverkehr (TVN). Es ist ein Skandal, dass sie weiter abgehängt werden sollen!“, so Hane. Der Gewerkschaftssekretär stellt klar: „Was die Beschäftigten brauchen sind echte Aufholschritte!“

    Aufgerufen für den Streik werden die Beschäftigten KVG Stade und Lüneburg mit den Standorten/Betrieben: Lüneburg, Stade, Buxtehude, Cuxhaven und Hittfeld; Omnibusbetrieb von Ahrentschildt; Verdener Verkehrsgesellschaft mbH (bekannt unter "Aller Bus"); KVG mbH Braunschweig (u.a. Salzgitter).

    Bewusst haben wir den Samstag als Streiktag gewählt, um insbesondere die Schülerverkehre nicht zu bestreiken und die Belastungen für die Bevölkerung gering zu halten. „Es liegt jetzt an den Arbeitgebern, ob sie dieses Warnsignal verstehen und endlich ein faires und wertschätzendes Angebot unterbreiten“, so Hane.

    Am 18.03. findet die nächste Verhandlungsrunde statt. Die Arbeitgeber des AVN haben bislang über eine Laufzeit von 3 Jahren insgesamt 0,80 € Stunde angeboten und verweigern eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen über diesen Zeitraum.

    ver.di erwartet für die 2.500 Beschäftigten, die unter diesen Tarifvertrag fallen, eine deutliche Lohnerhöhung und Wertschätzung der Arbeitsleistung.

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