Pressemitteilungen

    ver.di: Klar gegen sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewalt …

    ver.di: Klar gegen sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewalt an Frauen

    24.01.2019

    Die Landesbezirksfrauenkonferenz der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Niedersachsen-Bremen (ver.di) hat sich klar gegen jede Form von sexueller Belästigung und sexualisierter Gewalt gegen Frauen positioniert. „Sexuelle Übergriffe waren und sind weder Kavaliersdelikt noch Kollateralschaden, sie müssen geahndet und bestraft werden“, fordert die für Frauen und Gleichstellungspolitik zuständige stellvertretende Landesleiterin Susanne Kremer. 

    ver.di fordere für Gewerkschaft und Gesellschaft eine offene, kritische und differenzierte Debatte darüber. Vorfälle dieser Art müssten in Zukunft noch ernster genommen und nicht verharmlost werden. „Erst recht dürfen Opfer und Täter*innen nicht vertauscht werden“, so Kremer. Die ver.di-Frauen sehen auch die Politik in der Verantwortung. Notwendige Hilfen und Unterstützung für Opfer von Übergriffen müssten genauso sichergestellt werden wie Frauenhäuser und andere Angebote auszubauen seien. Auch Aufklärung und eine konsequente Strafverfolgung seien nötig. Wichtig sei auch die Schulung von Polizei und Justiz sowie die Stärkung von geschlechtersensibler Pädagogik. Präventionsmaßnahmen müssten breit angelegt werden, zielgruppenorientiert sein und auch in Integrationskursen verankert werden. 

    Gleichzeitig machte Kremer deutlich, dass die Antwort auf Sexismus nicht Rassismus sein dürfe: „Wir als ver.di-Frauen sagen ganz deutlich: Wir lassen uns nicht vor den Karren von Rechtspopulist*innen, Rechtsextremist*innen und anderer reaktionärer Kräfte spannen.“ Seit der viel diskutierten Silvesternacht von Köln werde hier absurd und widersprüchlich propagiert. Sexismus und sexualisierte Gewalt dürften nicht islamisiert werden. „Sie geschehen in jeder Gesellschaftsgruppe und –schicht – jeden Tag“, so Kremer. Rückwärtsgewandte Geschlechterrollenbilder und menschenverachtende Propaganda gegen Geflüchtete dürften das solidarische Miteinander der Geschlechter und Kulturen nicht zerstören. 

    Das hatte auch Referentin Prof. Dr. Esther Lehnert von der Alice-Salomon-Hochschule in einem spannenden Vortrag während der Konferenz deutlich gemacht. Gleichzeitig warnte sie davor, Frauen im Rechtsextremismus zu unterschätzen. Sie seien dort keineswegs nur Opfer oder Zuschauerinnen.

     

    Pressekontakt

    Matthias Büschking
    Pressesprecher

    ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen
    Goseriede 10, 30159 Hannover
    Tel.: 0511/12400-105 u. -106
    Fax: 0511/12400-107
    Mobil: 0170/7812412
    Mail: matthias.bueschking@verdi.de
    Internet: niedersachsen-bremen.verdi.de
    Facebook: facebook.com/verdiNiedersachsenBremen
    Twitter: twitter.com/verdi_nds und twitter.com/verdi_bremen