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    Journalismus ist kein Verbrechen!

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    Journalismus ist kein Verbrechen!

    dju-Aktion am Tag der Pressefreiheit 03.05.2017

     
    „Pressefreiheit ist ein unentbehrliches Gut, das wir täglich aufs Neue verteidigen müssen.“ Daran erinnert die Deutsche Journalisten Union (dju) seit Jahren am Tag der Pressefreiheit, dem 3. Mai. Auch 2017 sind Vorstandskollegen des Landesvorstandes und des Bezirks Hannover mit einem Infostand von 15 bis 17 Uhr am Hannoverschen Kröpcke und wollen mit Bürgern über ihre Mediennutzung und die internationale Rangliste der Pressefreiheit ins Gespräch kommen. Wer rät die Position der Länder auf einer Skala richtig?

    „Es kann uns kein Trost sein, wenn es in anderen Ländern um die Pressefreiheit noch deutlich schlechter bestellt ist als bei uns“, sagen auch die dju-Vorstände Beate Barrein, Annette Rose und Matthias Büschking. Sorgen macht der dju weiter die Situation in der Türkei. Sie erneuert ihre Forderung, alle aus politischen Gründen gefangenen Journalisten aus den türkischen Gefängnissen zu befreien – der bekannteste Fall ist der deutsch-türkische Welt-Journalist Deniz Yücel.

    „Journalismus ist kein Verbrechen“ ist die Überzeugung der dju – und der Name einer Veranstaltungsreihe mit dem Generalsekretär der türkischen Journalistengewerkschaft TGS, Mustafa Kuleli. Für Niedersachsen macht er in Braunschweig Station. Am Sonnabend, 6. Mai, diskutiert er um 19 Uhr im Gewerkschaftshaus u.a. mit dju-Landessprecher Matthias Büschking.

    In einer funktionierenden Demokratie müsste ein solcher Tag eigentlich ein Festtag sein, „ein Grund zum Feiern, aber davon sind wir angesichts unzähliger Übergriffe auf Medienschaffende bei Demonstrationen, mangelnden Schutz durch die Einsatzkräfte und eingeschränkte Zugangs- und Informationsrechte für Journalisten zurzeit ziemlich weit entfernt“, wissen die Gewerkschaftsvertreter. Auch die prekäre wirtschaftliche Situation vor allem freier Journalisten laufe der in Artikel 5 des Grundgesetzes verankerten Pressefreiheit zuwider.