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    CinemaxX-Kinos

    Verhandlungen festgefahren – CinemaxX verweigert armutsfeste Löhne

    29.03.2019

    Die Beschäftigten der CinemaxX-Kinos in Niedersachen und Bremen werden in dieser Woche weiter streiken. Sie reagieren damit auf die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber in der fünften Verhandlungsrunde, armutsfeste und existenzsichernde Einkommen für die Mitarbeiter*innen zu vereinbaren.

    ver.di ist mit dem Ziel in die Tarifverhandlungen gegangen, für die Kinobeschäftigten sozial gerechte und existenzsichernde Einkommen zu erreichen. Diese müssen deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen und dürfen nicht zu Altersarmut führen.

    Nachdem in der ersten Verhandlungsrunde im Dezember 2018 hierzu Eckpunkte genannt wurden, hat die ver.di-Tarifkommission der Arbeitgeberseite eine erste Forderung nach 10 Euro Einstiegslohn für Servicekräfte übermittelt. Ende Februar wurde CinemaxX ein Kompromissangebot unterbreitet, dass einen Einstiegslohn von 9,50 Euro für 2019 und 10 Euro für 2020 vorsieht.

    CinemaxX bietet in seinem letzten Angebot 9,35 Euro Einstiegslohn für Servicemanager. Für Servicekräfte wurde kein explizites Angebot gemacht. Obwohl ver.di der Arbeitgeberseite mit dem Kompromissvorschlag bereits deutlich entgegengekommen ist, war CinemaxX auch in der fünften Verhandlungsrunde nicht bereit ihr bisheriges Angebot nachzubessern. Vielmehr wurde gedroht, dass bei einer Lohnerhöhung von 15 Prozent auch 15 Prozent des

    Personals in den Kinos abgebaut werden müsse.

    „Derartige Drohungen sind kontraprodutiv und tragen sicher nicht zur Lösung des Tarifkonfliktes bei!“ unterstreicht ver.di-Landesfachbereichsleiter Lutz Kokemüller. „Fakt ist, dass die Kinobranche zum Niedriglohnbereich gehört. Aus dieser Schmuddelecke muss sie raus, ansonsten drohen denjenigen, die längerfristig in der Branche arbeiten, Altersarmut. ver.di fordert daher Löhne, die zum Leben und für die Rente reichen! Wir haben kein Verständnis dafür, dass die Arbeitgeber den Tarifkonflikt auf dem Rücken der Kinogänger auszutragen gedenken. Den Beschäftigten bleibt in der jetzigen Lage nur ihr grundgesetzlich geschütztes Recht auf Streik, um Druck auf den Arbeitgeber zu machen, damit eine Lösung am Verhandlungstisch gefunden wird. Wir sind daher sicher, dass Kinobesucher*innen Verständnis haben, wenn es in den nächsten Tagen zu Kinoschließungen kommt“, so Kokemüller.

    Die konkreten Streikplanungen für die Häuser werden aktuell erstellt und kurzfristig umgesetzt.

    Pressekontakt

    Matthias Büschking
    Pressesprecher

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