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    ver.di gegen Erzieher*innen light

    ver.di gegen Erzieher*innen light

    17.12.2018

     Ahting: „Nicht die Qualität opfern!“ 

    Anlässlich der mit immer mehr Nachdruck vorgebrachten Forderungen nach mehr Erzieher*innen hat ver.di Niedersachsen-Bremen noch einmal deutlich gemacht, dass bei der Diskussion um den Fachkräftemangel in den Kitas die Qualifikation nicht auf der Strecke bleiben dürfe. „Wenn das Thema Qualität in der Ausbildung geopfert wird, dann wird auch die gute Förderung der Kinder leiden“, so Landesleiter Detlef Ahting. Auch er sehe, dass objektiv vorhandene Lücken schnell geschlossen werden müssten. Statt aber Erzieher*innen light zu etablieren, sollten an anderen Stellschrauben gedreht werden, um schnell mehr Fachkräfte zu bekommen.

    Städtetag und Landesregierung seien offensichtlich zurzeit auf der Spur „neuer Erzieher*innen – egal, wie“ unterwegs, kritisiert auch der zuständige Landesfachbereichsleiter Martin Peter. Dabei gebe es doch bereits gute Ideen. „Wir müssen Quereinsteiger*innen aus verwandten Berufen den Wechsel erleichtern, wir müssen berufsbegleitende Ausbildungsgänge schaffen – und wir brauchen schlicht eine deutliche Erhöhung der Zahl der Plätze an den Fachschulen“, so Peter. Und es müsse versucht werden, dass ausgebildete Fachkräfte, die den Beruf verlassen haben, wieder zur Rückkehr zu bewegen. „Das geht aber nur mit ordentlichen Rahmenbedingungen, u.a. mit einem verbesserten Personalschlüssel, schon gar nicht mit einer Abwertung“, macht Martin Peter deutlich.

    Die vorgelegten Konzepte, die Ausbildung von vier auf drei Jahre zu verkürzen, damit sie schneller eine Kita-Gruppe leiten können, verschlechtere Qualität an dieser Stelle drastisch. Dann auf anschließende Weiterbildung zu verweisen, sei unseriös – einerseits sei diese gar nicht verpflichtend, andererseits sei das berufsbegleitend überhaupt nicht möglich. Peter: „Damit würde das Kita-Gesetz unterlaufen!“ Deshalb bleibt auch Ahting hart: „Nicht das Kind mit dem Bade ausschütten; übereilten Konzepten mit einer Verschlechterung der Ausbildung werden wir entschieden entgegentreten.“

     

    Pressekontakt

    Matthias Büschking
    Pressesprecher

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