Pressemitteilungen

    Erwachsenbildung: ver.di übt deutliche Kritik an der finanziellen …

    Erwachsenbildung Niedersachsen

    Erwachsenbildung: ver.di übt deutliche Kritik an der finanziellen Schieflage

    16.07.2021
    Demo vor der Diakonie in Berlin: Tür auf für Tarifverträge Astrid Sauermann ver.di übt deutliche Kritik an der finanziellen Schieflage


    Die Landesregierung hat sich in der Haushaltsklausur vom 10.-11. Juli 2021 gegen eine Aufstockung der finanziellen Mittel für die Erwachsenenbildung entschieden. Der Landesleiter von ver.di, Detlef Ahting, ist schockiert: „Diese Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht der ehren- und hauptamtlichen Weiterbildner*innen, die in der Pandemie häufig mit erhöhtem Gesundheitsrisiko arbeiten oder aufgrund von Kurzarbeit finanzielle Einnahmen hinnehmen mussten und im schlimmsten Fall ihre Beschäftigungsverhältnisse und Honorarverträge verloren haben.“

    Eine durch das Land Niedersachsen auskömmlich finanzierte Erwachsenenbildung ist relevanter denn je. Die Ermöglichung von gesellschaftlicher Teilhabe in der Breite, das Nachholen von Bildungsphasen, die berufliche Fort- und Weiterbildung und nicht zuletzt die politische Bildung für eine - auch bei uns in Niedersachsen - immer mehr unter Druck geratene Demokratie sind zentrale Herausforderungen und müssen aus Sicht von ver.di höchste politische Priorität haben.

    Aufgrund der strukturellen Unterfinanzierung der Branche sind nicht wenige Träger in finanzielle Schieflage geraten. Zuvorderst sind hier die Heimvolkshochschulen zu nennen, deren Existenzen als lebendige Lernorte in Niedersachsen gefährdet sind. Dringend notwenige Investitionen in Modernisierung und Bausubstanz konnten nicht getätigt werden.

    Auch Investitionen in Digitalisierung sind weiterhin nötig, um attraktive und zeitgemäße Angebote entwickeln zu können. „Daher ist es für uns mehr als unverständlich und skandalös, dass die Landesregierung trotz der hohen Bedeutung der Erwachsenenbildung noch nicht einmal die bislang mehrfach über die politische Liste beschlossenen leichten Steigerungen verstetigt“, erläutert Ulrike Schilling, Landesfachbereichsleiterin Bildung, Wissenschaft und Forschung in ver.di

    ver.di fordert die Niedersächsische Landesregierung dazu auf, mindestens die Kostensteigerungen über die Aufstockung auszugleichen und zu verstetigen, auch um Einschnitte zu vermeiden. Langfristig muss wieder deutlich mehr in die Erwachsenenbildung investiert werden, um den hohen Anforderungen im gesellschaftlichen, arbeitsweltlichen Wandel und bei der Demokratiesicherung gerecht zu werden.

    Pressekontakt

    Pressesprecher

    ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen
    Goseriede 10, 30159 Hannover
    Tel.: 0511/12400-105 u. -106
    mobil: 0170 7812412

    Mail: pressestelle.nds-hb@verdi.de
    Internet: niedersachsen-bremen.verdi.de
    Facebook: facebook.com/verdiNiedersachsenBremen
    Twitter: twitter.com/verdi_nds und twitter.com/verdi_bremen