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    Sparkassen-Vorstände müssen den Gürtel enger schnallen

    Sparkassen-Vorstände müssen den Gürtel enger schnallen

    02.03.2017

    Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert die Verbandsversammlung der niedersächsischen Sparkassen auf, die Regelungen zur Versorgung für die Vorstände der Sparkassen zu überarbeiten. Die betriebliche Versorgung der Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen erfolgt derzeit entsprechend den beamtenrechtlichen Grundsätzen und umfasst folgende Versorgungsbezüge: Ruhegehalt (Alters und Invaliditätsversorgung), Übergangsruhegehalt, Hinterbliebenenversorgung, Übergangsgeld. 

    Der Regelfall ist derzeit eine lebenslängliche Direktzusage der Versorgung. Der Anspruch auf Ruhegehalt und Übergangsruhegehalt entsteht regelmäßig mit der zweiten Bestellungsperiode als Vorstand (also nach fünf Jahren ruhegehaltsfähiger Dienstzeit). 

    Derzeit werden in den niedersächsischen Sparkassen rund 15 Prozent Personal abgebaut. Diverse Filialen wurden schon geschlossen und Sparkassen werden fusionieren. Zur Begründung heißt es in den Sparkassen, dass sich das Kundenverhalten geändert habe und die Zinspolitik keine andere Möglichkeit biete. 

    Markus Westermann, ver.di-Fachbereichsleiter für Finanzdienstleistungen in Niedersachsen-Bremen, sagte: „Die Beschäftigten tragen zur Zeit die alleinige Last der Unternehmenspolitik der Sparkassen. Wir sind nun an einen Punkt, an dem auch die Vorstände ihren Gürtel enger schnallen müssen. Ein intransparentes Vergütungssystem und eine so gute Versorgung passen nicht mehr in die Zeit.“ Deshalb erwartet ver.di auch von den politischen Mandatsträgern in den Verwaltungsräten, diese Praxis zu beenden. 

    ver.di’s Vorschlag für eine Anpassung stammt vom Rheinischen Sparkassen- und Giroverband: Für ein zusätzliches Alterseinkommen sollte ausschließlich ein am Jahresfestgehalt bemessener Zuschuss gezahlt werden. Dies halte Westermann für den richtigen Weg. 

    Für Rückfragen:
    Markus Westermann
    ver.di Landesbezirksfachbereichsleiter Finanzdienstleistungen Niedersachsen-Bremen
    Tel.. 0511-12400-360
    Mobil: (01 75) 9 38 77 56