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    Qualitätsverbesserung in Kitas weiter dringend notwendig

    Qualitätsverbesserung in Kitas weiter dringend notwendig

    20.06.2018

    Nach der Einführung der Beitragsfreiheit in den niedersächsischen Kindergärten müsse jetzt mit gleichem Engagement in die Strukturqualität der Kindertageseinrichtungen investiert und diese verbessert werden. Das fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di anlässlich der Verabschiedung des Kita-Gesetzes im Landtag.

    „Investitionen in die Qualität in den niedersächsischen Kitas muss weiter politische Priorität sein. Der notwendige Ausbau der Kitaplätze und die Einführung der Beitragsfreiheit darf nicht zu Lasten der Qualitätsverbesserungen in den Kitas, der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten und somit auch zu Lasten der Kinder und der Eltern gehen" so Gewerkschaftssekretärin Katja Wingelewski.

    Die Arbeit mit guten Bildungskonzepten, Gesundheits- und Sprachförderung sowie die Bewältigung der Anforderungen an Inklusion seinen nur einige Aufgaben in Kindertageseinrichtungen, die für Bildungsprozesse der Kinder wichtig sind und die Chancengleichheit fördern.

    „Damit dieses gelingen kann, brauchen wir verbindliche gesetzliche Regelungen für eine deutliche Verbesserung des Personalschlüssels, ausreichend Leitungsfreistellungen und mehr Zeit für Vor- und Nachbereitung, Elterngespräche, Inklusion, Praxisanleitung sowie Qualifizierungen und eine Verstärkung der Fachberatung" so Wingelewski.

    Auch ver.di stehe für das Ziel der kostenfreien Bildung. Aber: „Wir erwarten von der Landesregierung, dass zeitnah in ausreichendem Umfang Mittel für die strukturelle Verbesserung der Kita-Qualität fließen und verbindlich gesetzlich festgeschrieben werden. Wer die Beitragsfreiheit beschließt, muss dafür sorgen, dass die dringend erforderlichen Qualitätsverbesserungen kommen" verdeutlicht Wingelewski. Den von SPD und CDU eingebrachten Entschließungsantrag bezeichnete ver.di in diesem Zusammenhang als ungenügend: „Wir brauchen konkrete Maßnahmen zur Verbesserungen der Rahmenbedingungen in den Einrichtungen, keine allgemeinen Absichtserklärungen", so Wingelewski.

    Hierzu gehöre auch der Ausbau der bestehenden Ausbildungskapazitäten und die Förderung qualifizierter Quer- und Wiedereinstiege in den Beruf der Erzieherin/ des Erziehers. Nur so lasse sich in Zukunft angesichts steigender Anforderung und Bedarfe an Kitaplätzen ausreichend Fachkräfte finden und halten.

    Ansprechpartnerin für Rückfragen:

    Katja Wingelewski (Gewerkschaftssekretärin):
    0151-1426992

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