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    Endlich Tarifabschluss an der VHS Hildesheim

    Endlich Tarifabschluss an der VHS Hildesheim

    13.06.2018

    Nach zweieinhalb Jahren, acht Verhandlungsterminen, mehr als 20 Gesprächen mit politischen EntscheiderInnen und einem Streiktag ist es gelungen, einen Tarifabschluss an der Volkshochschule Hildesheim (VHS) zu erzielen: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di einigte sich mit der Geschäftsführung unter anderem auf mehr Gehalt und eine Dynamisierung der Löhne in Anlehnung an die kommunalen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst.

    1.Die VHS-Gehälter werden rückwirkend zum 01.01.2018 erst um 200 Euro, dann um 3 Prozent und nochmal um 60 Euro angehoben. 2. Ab 1. Januar 2020 werden die Entgeltabschlüsse des Tarifvertrags des öffentlichen Dienstes dynamisch auf die Beschäftigten an der Volkshochschule übertragen. 3. 2018 gibt es 500 Euro zusätzlich in Form einer Einmalzahlung 4. Die Tarifvertragsparteien verständigen sich auf das gemeinsame Ziel der Angleichung der Gehälter der VHS Beschäftigten an diejenigen der kommunal Beschäftigten.

    „Wir sind unserem Ziel – gleiches Geld für gleiche Arbeit an der Volkshochschule – ein gutes Stück näher gekommen. Das wäre ohne das große Engagement der Belegschaft und die Solidarität, die uns von so vielen Hildesheimern gezeigt wurde, nicht möglich gewesen", freut sich Ulrike Schilling, Verhandlungsführerin ver.di. „Unser Dank richtet sich auch an Jutta Rübke, deren Vermittlung in Richtung Politik Früchte getragen hat, sowie an alle politischen VertreterInnen, die sich für die Forderung der Beschäftigten eingesetzt haben." Die Verhandlungen zwischen Geschäftsführerin und ver.di-Tarifkommission waren auf Grund der politischen Gemengelage langwierig aber konstruktiv.

    „Hier ist ein außerordentlich guter Tarifabschluss gelungen, der ohne die Kommunalpolitik nicht machbar gewesen wäre. Darüber können die Beschäftigten sich sehr freuen, denn das drückt auch die Wertschätzung gegenüber ihrer Arbeit aus, die ja vor allem den Bürgerinnen und Bürgern des gesamten Landkreises zu Gute kommt. Alle Beteiligten haben sehr gerungen und sind Kompromisse eingegangen, um ein tragfähiges Ergebnis zu erreichen. Der Abschluss führt zu einem deutlichen Plus beim Gehalt der Beschäftigten. Das belastet den Haushalt der VHS erheblich, allerdings werden wir als Arbeitgeber wieder attraktiver, was bei dem zurzeit schwierigen Arbeitsmarkt enorm wichtig ist. Wir können so die Qualität der Angebote weiter gewährleisten und sind für die neuen Herausforderungen wie z. B. die Digitalisierung zukunftsfähiger aufgestellt," berichtet die Geschäftsführerin der Volkshochschule Dr. Margitta Rudolph.