Veranstaltungen

    Alternativer Wohngipfel für Niedersachsen

    04.11.2019, 10:00 – 15:30Marktkirche Hannover

    Alternativer Wohngipfel für Niedersachsen

    Termin teilen per:
    iCal

    Wohnung ist ein Menschenrecht!

    In Niedersachsen wurde viel zu wenig gebaut. Es fehlen vor allem in Ballungszentren und prosperierenden Regionen Wohnungen. Insbesondere in den niedersächsischen Großstädten leiden viele Menschen unter einer kaum noch tragbaren Belastung durch hohe Mieten. Die Angebotsmieten steigen vielerorts rasant, vor allem bei Neubauten ist bezahlbarer Wohnraum absolute Mangelware. Dies trifft zuerst die Armen und sozial Benachteiligten. Die Wohnungslosigkeit hat massiv zugenommen. Frauenhäuser und Jugendheime sind überfüllt, weil die Bewohner oftmals keine Möglichkeit haben, in eine eigene bezahlbare Wohnung zu ziehen. Viele Geringverdiener und Erwerbslose verlieren durch steigende Mieten ihre Wohnungen.

    Die Politik hat zu lange zugeschaut und ihren Verfassungsauftrag vernachlässigt: „Das Land wirkt darauf hin […] dass die Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum versorgt ist." (Nds. Landesverfassung, Art. 6a). Im Jahr 2016 standen in Niedersachsen nur noch 86.000 Sozialwohnungen zur Verfügung. Wenn man Zahlen einer Studie des Pestel-Instituts zugrunde legt, kann schon heute der Bedarf nur zu 25 Prozent gedeckt werden. Allein in den Jahren 2018-2020 wird bei 27.600 Wohnungen die Sozialbindung entfallen. Sollte dieser Abbau des Sozialwohnungsbestands so weitergehen, gibt es im Jahr 2026 in Niedersachsen faktisch keine Sozialwohnungen mehr.

    Diese Entwicklungen wollen wir auf dem Fachtag gemeinsam mit Betroffenen und Experten diskutieren. Am Ende wird es darum gehen, gerechte und tragfähige Lösungen für die aktuelle Wohnungsnot zu finden.

    Näheres dazu und Anmeldung im Download

    Veranstaltungsort auf Google Maps anschauen.