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    Stellungnahme zu den schweren Vorwürfen gegen Bremer Feuerwehrleute

    Feuerwehr Bremen

    Stellungnahme zu den schweren Vorwürfen gegen Bremer Feuerwehrleute

    Feuerwehr WikiImages Stellungnahme zu den schweren Vorwürfen gegen Bremer Feuerwehrleute


    Sehr geehrte Damen und Herren,

    bei der Berufsfeuerwehr Bremen sollen Feuerwehrleute über Internet-Chats jahrelange rassistische und rechtsextreme Inhalte ausgetauscht haben, innerhalb der Berufsfeuerwehr stehen frauenfeindliche, homophobe und sexistische Vorfälle im Raum.

    Die ver.di-Fachgruppe Feuerwehr nimmt hierzu wie folgt Stellung:

    „Als Feuerwehrleute haben wir uns dafür entschieden, zu helfen wo wir gebraucht werden. Dabei ist es unerheblich, wer unsere Hilfe nötig hat! Herkunft, Religion, sozialer Status, Hautfarbe, sexuelle Orientierung oder politische Einstellung spielen keine Rolle. Die Würde des Menschen ist unantastbar, das ist für uns nicht nur ein Satz im Grundgesetz, sondern für die Masse aller Feuerwehrleute gelebte Praxis, auf die wir stolz sind.

    Umso fassungsloser machen uns nun die Vorkommnisse in Bremen. Was dort passiert sein soll – und offensichtlich jahrelang zu keiner Reaktion durch Vorgesetzte und Kollegen geführt hat – verurteilen wir aufs Schärfste. In unseren Reihen ist kein Platz für Rassisten, Nazis, Sexisten, Homophobe und Menschen mit ähnlichen Einstellungen.

    Unseren Respekt verdienen alle Menschen, die nicht wegsehen und auf solche Vorfälle reagieren; nichts unternehmen ist falsch verstandene Kollegialität!  Unsere besondere Anerkennung verdienen die Kolleginnen und Kollegen, die diese skandalösen Vorgänge nun endlich aufgedeckt und gemeldet haben.

    Innerhalb der Berufsfeuerwehr soll es darüber hinaus mehrfach zu frauenfeindlichen und sexistischen Vorfällen gekommen sein, denen nicht nachgegangen wurde. Dies ist ebenfalls in keiner Weise mit unserer Berufskultur vereinbar! Feuerwehrleute wertschätzen und respektieren sich, unabhängig von Herkunft, Rasse, Hautfarbe oder anderen Faktoren. Wir stehen füreinander ein.

    Als ver.di Fachgruppe Feuerwehr Niedersachsen Bremen erwarten wir eine umfassende und vorbehaltlose Aufklärung der Vorfälle. Wir positionieren uns eindeutig gegen Diskriminierung, Nationalismus, Rassismus Extremismus und Antisemitismus. Die vorbehaltlos allen Menschen dienende Arbeit der Feuerwehr darf nicht durch das Verhalten einiger weniger diskreditiert werden.

    Die Feuerwehr ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und trägt damit eine große Verantwortung. Um dieser gerecht werden zu können, bedarf es gemeinsamer Grundsätze, Werte und Ziele. Dafür stehen wir in ver.di und in den Feuerwehren ein!“