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    Betriebsrat wehrt sich gegen Hausverbot

    Residenz-Gruppe/Orpea

    Betriebsrat wehrt sich gegen Hausverbot

    Die zum Orpea-Konzern gehörige Residenz-Gruppe hat den Gesamtbetriebsratsmitgliedern aus dem Betriebsrat Nord Hausverbot erteilt und die Betriebsratsarbeit untersagt.
    Demo vor der Diakonie in Berlin: Tür auf für Tarifverträge Astrid Sauermann Betriebsrat wehrt sich gegen Hausverbot


    Die zum Orpea-Konzern gehörige Residenz-Gruppe hat den Gesamtbetriebsratsmitgliedern aus dem Betriebsrat Nord Hausverbot erteilt und die Betriebsratsarbeit untersagt. Ein Vorgang der ungeheuerlich ist, da ein Arbeitgeber gar nicht befugt ist, darüber zu entscheiden, ob ein Beschäftigter, der in den Betriebsrat gewählt wurde, Betriebsratsarbeit machen darf oder nicht.

    Der Betriebsrat will gegen das Hausverbot eine einstweilige Verfügung erwirken. Die Verhandlung dazu findet am 10.03.2021 um 10 Uhr vor dem Arbeitsgericht in Bremen statt.

    Die Gewerkschaft ver.di ruft zu einer Solidaritätsmahnwache ab 9:30 Uhr gegenüber dem Arbeitsgericht Am Wall 198 auf.

    Im Vorfeld schon hatte der Arbeitgeber der Gesamtbetriebsratsvorsitzenden, Nicole Meyer, zwei Drittel des Februar-Gehalts gekürzt. Für die vier in ihrem Haushalt lebenden Kinder und sich verbleiben somit für diesen Monat knapp 900 € an Einnahmen. Dies liegt erheblich unter der Pfändungsfreigrenze. Unklar ist somit für die Betriebsratsvorsitzende, wie ab März die Rechnungen zu bezahlen sind.

    Kerstin Bringmann, zuständige ver.di Gewerkschaftssekretärin, ist fassungslos: „Wie kann ein soziales Unternehmen derart agieren und skrupellos alle Register ziehen, um unbequeme Betriebsräte zum Aufgeben zu bewegen? Es ist offensichtlich, dass es dem Unternehmen nicht um korrekte arbeitsrechtliche Maßnahmen geht.

    Dies alles zeigt wieder mehr als deutlich, dass die Daseinsvorsorge nicht in die Hand von skrupellosen Konzernen gehört. Solch ein Benehmen gehört öffentlich gebrandmarkt und darf auf keinen Fall Schule machen.“

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