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    ver.di wählte neuen Vorstand und setzt ein Zeichen für Demokratie

    ver.di Bezirk Bremen-Nordniedersachsen

    ver.di wählte neuen Vorstand und setzt ein Zeichen für Demokratie

    In Bremen fand am Samstag, den 22.09.2018 die alle vier Jahre stattfindende Konferenz des ver.di Bezirks Bremen-Nordniedersachsen statt. Neben Wahlen gingen die Delegierten auf wesentliche gewerkschaftspolitische Themen ein wie beispielsweise die Situation Ausstieg aus dem Tarifvertrag der realkauf GmbH und Tarifauseinandersetzung Rynair. Deutliche Kritik ging an die Bremer Regierung, hinsichtlich des Umgangs zur Rekommunalisierung der Müllabfuhr. So gibt es für die verbleibenden Mitarbeiter*innen der ENO keine Regelung und die Mitarbeiter*innen von Nehlsen haben trotz Zusage keine Unterstützung seitens Politik hinsichtlich des Tarifvertrages.

    Deutliche Worte fand die Konferenz auch für die Solidarität und Demokratie in unserem Lande. Gegen die rechten und Rechtspopolisten muss ein klares Zeichen gesetzt werden.

    Inhaltlicher Schwerpunkt der Konferenz war das Impulsreferat von Dr. Arnold Knigge,

    Vorstandssprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Bremen e.V. zum Thema „Die Zukunft der Pflege nachhaltig sichern“. Der Bereich Pflege und die Arbeitsbedingungen ist eines der Schwerpunkte in ver.di und damit im ver.di Bezirk Bremen-Nordniedersachsen.

    Auf der Konferenz am 22.09.2018 wurde ein neuer Vorstand des ver.di-Bezirks Bremen-Nordniedersachsen gewählt. Dieser Vorstand leitet in den nächsten vier Jahren die politischen Geschicke des Bezirkes. Der Vorstand besteht aus 38 Vertreter*innen aus den Fachbereichen, Frauen- und Gleichstellungspolitik sowie Personengruppen.

    Zum Vorsitzenden wurde Peter Kruse gewählt. Peter Kruse, 51 Jahre alt, verfügt über langjährige Erfahrungen im Gewerkschaftsbereich, ist Personalratsvorsitzender bei einer Krankenkasse in Bremen und Präsident der Arbeitnehmerkammer Bremen.

    Kruse gab ein klares Statement zur AFD und der Unvereinbarkeit als Gewerkschaftsmitglied. Gewerkschaftsmitglieder können keine AFD-Anhänger sein. Er warb dafür, dass sich ver.di nicht mehr mit eigenen Strukturen auseinandersetze, sondern sich auf betriebliche Auseinandersetzungen konzentriere wie zum Beispiel bei den Kolleg*innen bei realkauf. Kruse plädiert dafür, dass ver.di bei Beibehaltung der guten Werte moderner werde.

    Zur Stellvertreterin wurde Anja Daumann gewählt.  Anja Daumann, 37 Jahre ist ebenfalls seit vielen Jahren aktiv im Gewerkschaftsbereich und Personalratsvorsitzende beim Landkreis Diepholz. Daumann’s Schwerpunkt ist die Erreichbarkeit junger Menschen und diese für die Gewerkschaftsarbeit zu gewinnen. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Digitalisierung und Gestaltung der Arbeit.

    Peter Kruse als auch Anja Daumann wurden einstimmig von den Delegierten gewählt.

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