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    Aktion vor dem Landtag Niedersachsen: Landeswohnungsbaugesellschaft …

    Landesarmutskonferenz

    Aktion vor dem Landtag Niedersachsen: Landeswohnungsbaugesellschaft gegründet!

    Pressemitteilung des LAK Niedersachsen
    Aktion am 27.03.2019 vor dem Landtag Niedersachsen LAK Aktion am 27.03.2019 vor dem Landtag Niedersachsen


    Am 27.03.2019 gründeten Aktivist*innen der Landesarmutskonferenz LAK Niedersachsen vor dem Landtag in Hannover im Rahmen einer Aktion eine symbolische Landeswohnungsbaugesellschaft. Dazu bauten sie auf den Stufen vor dem Portikus elf Häuser auf und überreichten Bauminister Olaf Lies die Gründungsurkunde.


    Damit macht die Landesarmutskonferenz politisch Druck, um die Gründung einer gemeinnützigen Landeswohnungsbaugesellschaft voranzutreiben. Diese ist ein zentrales Mittel gegen die dramatische Wohnungsnot und für mehr bezahlbaren Wohnraum in vielen Städten und Gemeinden Niedersachsens. Besonders angespannt ist die Lage in Ballungsräumen und Universitätsstädten. Hier leiden fast alle Einkommensgruppen unter steigender Mietbelastung. In Oldenburg müssen 44 Prozent aller Haushalte mehr als 30 Prozent des verfügbaren Netto-Haushaltseinkommens für die Miete ausgeben, in Hannover 43 Prozent.

    Aktion am 27.03.2019 vor dem Landtag Niedersachsen LAK Aktion am 27.03.2019 vor dem Landtag Niedersachsen

    Die stellvertretende Landesleiterin Ute Gottschaar unterstützt deren Forderung nach einer Landeswohnungsbaugesellschaft, verweist gleichzeitig aber auch auf die Verantwortung der Städte und Gemeinden. Dabei weiß sie um die Situation in manchen kommunalen Wohnungsbaugesellschaften: „Die Kolleg*innen dort sind bei der Arbeitsbelastung häufig schon über dem Limit – wir brauchen mehr Personal zu tariflich abgesicherten Arbeits- und Entgeltbedingungen!“

    Der Vorsitzende des DGB Niedersachsen, Mehrdad Payandeh, betont:

    „Sogar Menschen mit guten Einkommen haben Probleme, bezahlbare Wohnungen zu finden. Wohnen darf nicht arm machen. Die Große Koalition in Niedersachsen muss so schnell wie möglich handeln. Eine Landeswohnungsbaugesellschaft ist genau das richtige Instrument, um den explosiven Anstieg der Mieten zu dämpfen.

    Thomas Uhlen von der Caritas in Niedersachsen weist als Sprecher der Landesarmutskonferenz darauf hin:
    „Wohnungslosigkeit wird ein immer größeres Problem, für 2018 erwartet die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) circa 1,2 Millionen Wohnungslose in Deutschland. Dieses Jahr sind trotz des kurzen Winters wieder mindestens 11 Obdachlose auf der Straße erfroren, so zuletzt unter tragischen Umständen Jürgen Niemann am 12. Februar in Hannover. Eine Landeswohnbaugesellschaft stellt bezahlbaren Wohnraum für unterschiedliche Zielgruppen dauerhaft zur Verfügung und ist auch ein Beitrag gegen wachsende Wohnungslosigkeit.“

    Die Landesarmutskonferenz LAK Niedersachsen wurde 1995 gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss von Verbänden, Gewerkschaften und Initiativen. Details und aktuelle Mitglieder siehe anbei.


    Die LAK Sprecher*innen:
    Meike Janßen (SoVD Niedersachsen)
    Lars Niggemeyer (DGB Niedersachsen)
    Thomas Uhlen (Caritas in Niedersachsen)