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    Kündigungswelle bedroht Zukunft der Schildautalkliniken

    Asklepios Seesen

    Kündigungswelle bedroht Zukunft der Schildautalkliniken

    Tarifauseinandersetzung Asklepios Seesen
    Erfolgreicher Streik in den Asklepios-Kliniken Seesen ver.di Erfolgreicher Streik in den Asklepios-Kliniken Seesen


    Asklepios kündigt Schließung der Reha-Klinik an

    Am Montag den 16. Nov. erklärte der Konzern gegenüber dem Betriebsrat der Schildautalklinken, die Rehaklinik schließen zu wollen. Diese Entscheidung bedeutet das Aus für ein Konzept, das jahrelang Erfolgsgarant der Klinik war. Beschäftigte rechnen jetzt mit weiteren Kündigungen und drastischen Auswirkungen auch für die Akutklinik. Besonders dreist: Asklepios kassierte mehrere Hunderttausend Euro Corona-Zahlungen für die Reha-Klinik.

    Noch in der letzten Woche hatte der Prokurist der Rehaklinik, Felix Sasse, in einer Mitteilung an die Beschäftigten angekündigt am 16.11 über Vergütungsgrundsätze für die Reha-Klinik verhandeln zu wollen. Er ‚freue sich auf die zukünftige Zusammenarbeit‘. Doch kommt alles ganz anders, wenn es nach dem Konzern geht: statt über die Zukunft des Hauses zu sprechen will Asklepios die Reha-Klinik schließen. Die Beschäftigten fühlen sich wieder ein-mal hintergangen. Bis zu 140 Arbeitsplätze stehen nun auf dem Spiel.

    Damit finden die Auseinandersetzungen für gute Patientenversorgung und die Rettung des Standtortes einen weiteren, traurigen Höhepunkt.

    Gewerkschaftssekretär Patrick von Brandt:

    „Asklepios macht wieder einmal deutlich: es geht diesem Konzern um Profit-maximierung, sonst nichts. Obwohl die Reha profitabel betrieben wurde, reichte das diesem Konzern nicht aus. Das ist nackte Kapitalmacht, die hier ihre häßliche Fratze zeigt. “

    Die Beschäftigten rechnen damit, dass die Schließung der Reha auch drastische Auswirkungen auf das Akut-Haus haben wird. So haben bereits zahlreiche Beschäftigte in der Pflege angekündigt, das Haus zu verlassen, die für den Betrieb der Klinik unerlässlich sind. Die Stärke und das Erfolgsrezept der Schildautalkliniken war die enge Verzahnung von Reha, Therapie und Akuthaus.

    Gewerkschaftssekretär Jens Havemann erklärt dazu:

    „Was hier passiert ist betriebswirtschaftlicher und gesundheitspolitischer Unsinn. Um ein Haus erfolgreich zu betreiben ist nichts wichtiger als Personal zu halten und zu gewinnen. Was die Öffentlichkeit hier sieht, ist die Geisterfahrt eines Konzerns, der den Bezug zu den Notwendigkeiten unseres Gesundheitssystems voll und ganz verloren hat. Hier muss die Politik handeln.“

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